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Reviews

Cyan Kicks: Come Hell, Come High Water

Stil: Alternative Metal, Pop

Cover: Cyan Kicks: Come Hell, Come High Water

Es wirkt schon seltsam, dass man als Hörer, der so manchem Radio-Pop-Gedöns nicht entfliehen kann, bei einem Song wie „Don't You Say I Didn't Warn You“ an einen Metal-Verschnitt von BRITNEY SPEARS denken muss. Was nicht mal zwingend als Aufreger gemeint ist, dürfte die Gemüter der (ab)geneigten Hörer also durchaus erhitzen. Schlagworte wie Pop-Metal, Kommerz-Geierei und Zuckerpuppengesang-trifft-Rockgitarre-trifft-Electro-Dance-Beats sind allesamt nicht ganz falsch.
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Wer jetzt an aktuelle AMARANTHE denkt, der hat im Grunde auch schon die passende Referenz-Band gefunden. Wenngleich deren Verwurzelung im Melodic-Death-Metal (so marginal sie aktuell noch vorhanden sein mag) bei „Come Hell, Come High Water“ vollkommen außen vor bleibt.
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Stattdessen liegt der Fokus von CYAN KICKS auf eingängigen Ohrwürmern, die zwar keinem wirklich wehtun, aber eben auch nicht durchweg fesseln können.
Noch dazu wirkt die Musik zu aalglatt, das Konstrukt der Songs zu sehr auf Gefälligkeit getrimmt. Denn denkt man sich das eine oder andere Gitarrenriff weg, dann könnten Stücke wie „Alone“ auch problemlos im 08/15-Mainstreamradio laufen.
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Dass das freilich nicht schlecht sein muss, zeigen CYAN KICKS durch eine nicht zu verachtende Ohrwurmgarantie, die all ihren Songs innewohnt. Aber das trifft auf Schlager ebenso zu. Ganz so infantil wie ebenjenes Genre präsentieren sich diese Finnen glücklicherweise nicht. Doch so spaßig sich der tanzbare Sound dieses Albums anfangs darstellt, so schnell nutzt sich das Konzept leider ab. Denn die Songs folgen stets einem ähnlichen Schema. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Spielzeit von einer knappen halben Stunde also doch passend bemessen.
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FAZIT: CYAN KICKS bieten auf „Come Hell, Come High Water“ glattgebügelten Alternative Metal, der offensiv in Richtung Pop schielt. Dass dabei mehr als ein Ohrwurm abfällt, verwundert also nicht. Die Frage nach der musikalischen Halbwertszeit muss sich die Band aber gefallen lassen.
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Punkte: 9/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 20.12.2025

Tracklist

  1. From The Bottom Of My Heart
  2. Echo
  3. Middle Of A Breakdown
  4. I Love U2
  5. Welcome, Darling
  6. Don't You Say I Didn't Warn You
  7. Flowers
  8. Come Hell, Come High Water
  9. Alone
  10. Dancing With Demons

Besetzung

  • Bass

    Leevi Erkkilä

  • Gesang

    Susanna Alexandra

  • Gitarre

    Niila Perkkiö

  • Schlagzeug

    Pietari Reijonen

Sonstiges

  • Label

    Ranka Kustannus

  • Spieldauer

    29:19

  • Erscheinungsdatum

    10.10.2025

© Musikreviews.de