Zurück

Reviews

Fyus: heal

Stil: Indie / Post Punk

Cover: Fyus: heal

Das Aachener Trio FYUS legt mit „heal“ ihr zweites Studioalbum vor und liefert darauf zwölf Indie-Songs ab, die sich mit unterschiedlichen Themen wie Drogenkonsum, Einsamkeit, Trauer und Zukunftsangst beschäftigen. All das eingepackt in interessante Kompositionen, die oft ungeschliffen und roh und so sehr authentisch daherkommen.
<br><center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/hL-Ay2KTiW8?si=tYsl6bXy_4WpKEOO" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></center></br>

So stampft „Hail To The Machine“ gleich punkig-rockig los inklusive Refrain zum Mitgröhlen. Und in diesem Stile geht es munter weiter, das Schlagzeug prügelt, die Gitarre schrammelt und der Bass sorgt Achtel-dröhnend für das richtige Fundament.
Neben ein paar ruhigeren, nachdenklichen Tönen wie in „Last Call“ (hier mit interessantem Strophen-Sprechgesang) oder das rein instrumentale „Twisted“, dominiert der rumpelnde Punk-Rock mit viele Verve, musikalischen Raffinessen und manchmal einem leichten 80er Wave-Hauch wie in „Collapsing Dream“.
<br><center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/csKv03UuGGQ?si=onrKBZW7nd2es8x8" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></center></br>

Im Gegensatz zu vielen anderen Bands mit klassischer Trio-Besetzung verzichtet FYUS auch weitestgehend auf zusätzliche Sound-Auffüller (aka Synthsounds), was die Authentizität der Songs nur noch mehr unterstreicht und den Aufnahmen einen sympathischen Live-Charakter verleiht. Ihren Sound kreieren die drei Jungs durch interessante Effekte auf Bass und Gitarre und diverse rhythmische Abwechslungen.
Und dass es auch Radio-tauglich geht, zeigt „Cold Sheets And Sleepless Nights“, das wie ein Mix aus U2 und KINGS OF LEON klingt und auch in einem Stadion gut rüberkommen würde. Oder die Nummer „Lonely Fox“, in der sich die besungene Einsamkeit auch musikalisch manifestiert.
<br><center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/FijQ1I5wfgk?si=H-13jLjPYU1LJbke" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></center></br>

FAZIT: Mit „heal“ legen FYUS ein Album vor, das aktuelle Themen mal laut(er) und mal leis(er) vertont und musikalisch irgendwo zwischen Indie- und Punkrock verortet ist. Alles mit einer Spur Egal- und Rohheit, die der Band und den Songs gut steht und gerade deswegen „heal“ positiv von anderen glattpolierten und -produzierten Alben abhebt.

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 10.04.2025

Tracklist

  1. All Hail The Machine
  2. Rottweiler
  3. Last Call
  4. Relapse
  5. Collapsing Dream
  6. Twisted
  7. J I N A
  8. Cold Sheets And Sleepless Nights
  9. Lonely Fox
  10. The Dance (de lxs que sobran)
  11. Stall Tendency
  12. Heal

Besetzung

  • Bass

    Jan Lennartz

  • Gesang

    Paul Schäpers, Jan Lennartz

  • Gitarre

    Paul Schäpers

  • Schlagzeug

    Max Kroppenberg

Sonstiges

  • Label

    Barhill Records / Cargo Records

  • Spieldauer

    39:14

  • Erscheinungsdatum

    28.03.2025

© Musikreviews.de