Die Artrocker GAZPACHO ziehen auf ihrem neuen, bereits zwölften Album „Magic 8-Ball“ den Stressstecker und laden uns in ihre traurig-melancholische Welt ein. Bei den Norwegern steht die Stimme und das, was sie zu sagen hat, ganz klar im Mittelpunkt, fein umrahmt von weichen Elektro-Soundflächen und begleitet von flirrenden und theatralischen Klangeinwürfen.
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Ein bisschen New Wave Vibes, eingestreute Klavier- und Gitarrentöne, untermalt von Streicherflächen und wummernde Drums, mehr braucht es nicht, um die Stimme von Jan Henric Ohme in Szene zu setzen. Und diese erzählt von den großen Fragen des Lebens, Schicksal und Hoffnung. Hier und da mal elektronisch etwas verfremdet und in viel Hall getaucht, aber ansonsten klar mit einer fast stoischen Haltung.
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Der Stimmung entsprechend darf natürlich auch kein Regen, tiefe Cello-Töne und hohe Klaviermelodien fehlen, die die Dramaturgie verstärken und Song wie „Ceres“ oder „Gingerbread Man“ zum perfekten Soundtrack für einen Abend auf einer abgelegen Waldhütte machen: Eigentlich entspannt am Kamin, aber auch ein kleines bisschen unheimlich.
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FAZIT: „Magic 8-Ball“ von GAZPACHO beschert dem Hörer eine musikalische Pause vom Stress des Alltags. Dezent agierende Instrumente, eine verträumt-melancholische Stimme, eingehüllt in fluffige Sounds sorgen für einen entspannten Ruhepuls. Manchmal, aber nur manchmal horcht man kurz auf und lauscht, ob man nicht doch ein fremdes Geräusch gehört hat.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 21.11.2025
Kristian "Fido" Torp
Jan Henrik Ohme
Jon Arne Vilbo, Mikael Krømer
Thomas Alexander Andersen
Robert Risberget Johansen
Mikael Krømer (Violine)
Kscope/Edel
46:34
31.10.2025