Wenn man der Musik der Italiener von JULIE’S HAIRCUT auf ihrem mittlerweile zehnten Album „Radiance Opposition“ lauscht, mag man kaum glauben, dass hier sechs Musiker am Werk sind. Die Stücke wirken auf den ersten Blick minimalistisch, doch vermutlich braucht es genau diese Anzahl kreativer Köpfe, um diesen vielschichtigen Mix aus Psychedelia, Electronica, Krautrock und polyrhythmischen Strukturen zu erzeugen.
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Neu dabei ist die Italienisch-Nigerianische Sängerin Anna Bassy, die die Stimme zum vertonen Drogenrausch beisteuert. Allein die Trommeln zu Beginn von „Spring Moon“ versetzen den Hörer umgehend in Trance, die durch die sphärischen und wabernden Klänge sowie den hypnotischen, oftmals gedoppelten Hall-Gesang, nur noch weiter verdichtet wird. Zu den zahlreichen elektronischen Klang- und Soundexperimenten gesellen sich dramatische Gitarren, die keine Scheu vor dissonanten Tönen haben und so die mitunter kakofonische Stimmung weiter anheizen.
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Spätestens mit „To The Sacred Mantle“ sind wir in einer parallelen Musikwelt angekommen, deren Intensität durch Perkussion- und Synthie-Wände und konsequente Repetition immer weiter gesteigert wird. Etwas Erlösung bietet das folkig angehauchte und von einer traurigen Note durchzogene „Wounds“, doch die Gitarrenklänge und der meditative Chorgesang in „Extension Of The Sun“ lassen uns dann abermals psychedelische Farben sehen.<br><center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/8VslJhij1BI?si=donk29x9eM3pSyp2" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></center></br>
FAZIT: Auf „Radiance Opposition“ entführen JULIE’S HAIRCUT die Hörer auf einen musikalischen LSD-Trip. Die sphärischen Klang- und Soundexperimente, kombiniert mit den hypnotischen Stimmen, schaffen einen nahezu meditativen Zustand. Dieses Album lädt dazu ein, sich bewusst Zeit und Ruhe zu nehmen, um in seine faszinierende Klangwelt einzutauchen.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 13.12.2025
Nicola Caleffi, Luca Giovanardi, Andrea Scarfone
Anna Bassy, Nicola Caleffi, Luca Giovanardi
Nicola Caleffi
Nicola Caleffi, Luca Giovanardi, Andrea Rovacchi
Ulisse Tramalloni, Nicola Caleffi, Andrea Scarfone Andrea Rovacchi
Superlove/Weird Beard Records
41:28
28.11.2025