Die Hamburger Alternative Rocker MEN AND THE MAN legen nach einer kreativen Pause mit „2” – genau – ihre zweite EP vor. Und hier erlauben sich die drei Jungs den (insgesamt fünf) Nummern weitere musikalische Zutaten von Stoner, Grunge über Garage-Rock bis hin zu fast jazzigen Elementen beizumischen.
Gleich der Opener „Spark“ mit Überlänge frühstückt zahlreiche Facetten von Alternative Rock ab, inklusive einem Instrumental-Ausflug ins leicht Psychedelische. „The Route“ packt dann die Grunge-Keule aus, mit treibendem Groove und viel Drum-Geschepper im Refrain. Dazu die Stimme von Kai Namslau, die die passende LMAA-Attitüde punktgenau trifft. Wer hier auf schönen Gesang machen würde, wäre auch definitiv in der falschen Band.
Auch die anderen Songs sind knietief im knurrig-fuzzigen Sound verankert, selbst wenn es mit „Demons“ (etwas) gezähmter zugeht und die Gitarre unterschiedliche Sounds kreiert. „Squirrels“ ist eine weiteres knarzendes Song-Puzzle, bei dem unterschiedliche Teile perfekt miteinander verwoben wurden und sich sogar ein METALLICA-Lick eingeschlichen hat. Mit der Schlussnummer „Silent Speech“ bekommen wir dann zunächst so etwas wie Erholung, bevor auch dieses Stück gegen Ende mit viel Fuzz und Geschepper ein Stoner-würdiges Ende findet.
FAZIT: Auch die zweite EP „2“ von MEN AND THE MAN hält, was sie verspricht: Kraftvoller Alternative Rock mit zahlreichen Ausflügen in andere musikalische Gefilde, was für reichlich Kurzweil sorgt. Hoffen wir mal, dass der EP nicht das ganze Kreativ-Pulver verschossen wurde und bald ein Longplayer folgt.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 27.11.2025
Kai Namslau
Kai Namslau, Dennis Reher
Bern Florian
Kai Namslau
Dennis Reher
Barhill Records
26:46
21.11.2025