Sieben Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „Rockwall“ feiert die deutsche Rockformation PILEDRIVER mit Veröffentlichung von „First Nations Rock“ zeitgleich auch 30 Jahre Bandgeschichte. Davon völlig unbeeindruckt, machen sie auch auf ihrem fünften Studioalbum da weiter, wo sie vor vielen Jahren angefangen haben: Geradliniger Classic Rock ohne Kompromisse und unnötigen Firlefanz.
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Hauptsache es rockt und das besondere gerne mal im STATUS QUO-Stampf wie in „We Will Be Rockin‘ On“. (Nicht weiter verwunderlich, wenn man als STATUS QUO Coverband angefangen hat.) Michael Sommerhoffs Stimme schneidet sich rau durch die Nummern, den man allen viel Drive und Druck bescheinigen muss. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass manchmal ein bisschen AC/DC durchblitzt wie im Titeltrack „First Nations Rock“. Dazu treiben die Drums, der Bass pumpt und die Gitarre darf das Griffbrett bei ihren zahlreichen Soloausflügen ausgiebig erkunden.
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Ein bisschen Honky Tonk und Bottleneck-Beigabe („Another Treason“), eine Nummer etwas gefälliger AOR („To The Edge Of The World“), Americana („Here Comes The Time“), eine verschmuste Ballade („There Comes A Time“), noch ein treibender Rock-Kracher („Back To Back“) und zum guten Schluss noch eine musikalische Verbeugung vor LED ZEPPLINs „Kashmir“ („Shout It Out“) und schwupps sind die 14 Nummern (15 auf Vinyl) rum, ohne dass man das so wirklich mitbekommen hat.
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FAZIT: Auch 30 Jahre nach ihrer Gründung machen PILEDRIVER auf „First Nations Rock“, das, was sie am besten können: Kompromissloser Rock ohne viel Schnickschnack. Ungeachtet dessen, bietet hat das Album keine Längen und wartet mit einigen kleinen musikalischen Überraschungen auf. Das Ganze zudem zeitgemäß und transparent produziert, aber nur so weit, dass beim Abspielen noch ausreichend Rockschmutz in den Rillen hängen bleibt.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 21.11.2025
Jens Heisterhagen
Michael Sommerhoff, Peter Wagner
Michael Sommerhoff, Peter Wagner
Tom Frerich
Dirk Sengotta
Rockwall Records
57:26
14.11.2025