Der vorliegende Kniefall vor METALLICAs prägendem Debütalbum birgt insofern einen speziellen Reiz, als dass sich hier weniger die Nachzügler von James Hetfield und Co. die Ehre geben, als vielmehr Weggefährten wie TESTAMENT, die mit ihrer Version von „Seek & Destroy“ ein amtliches Pfund in die Waagschale legen (man beachte die Arbeit des neuen Schlagwerkers), oder auch Bands die Lars Ulrich und Co. seinerzeit als Einflüsse für ihre Musik benannten.
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TYGERS OF PAN TANG etwa verleiben sich „Jump In The Fire“ ein und verleihen dem Stück, neben der klassischen Heavy Metal-Politur, u.a. durch den Einsatz einer Talkbox einen eigenen Reiz, der den 80’s-Spirit der Musik zusätzlich unterstreicht.
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DAVE ELLEFSONs Version von „(Anesthesia) - Pulling Teeth“ verleiht dem Cliff Burton-Solostück einen nostalgischen Anstrich und wird gleichsam mit dermaßen viel Herzblut vorgetragen, wie er beide Bassisten als wahre Könner an ihrem Instrument würdigt.
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MOTÖRHEADs Version von „Whiplash“ zeigt Lemmy und Co. einmal mehr als unverbesserliche Originale, die nicht ohne Grund zu den Idolen von Lars Ulrich zählen. Dass sich Lemmy dabei auch die eine oder andere kleine Änderung im Text nicht verkneift, zeugt nicht nur vom Humor des Engländers, sondern unterstreicht auch den Status beider Bands, die sich in Sachen Einfluss auf die Szene harter Rockmusik kaum den Rang ablaufen.
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Ähnlich verhält es sich mit SAXON, deren „Phantom Lord“-Version klingt dabei derart nach Biff Byford und seinen Mannen, dass der Hörer, ohne die Tracklist zu kennen, beinahe eine etwas markigere Eigenkomposition der Engländer vermuten könnte. Chapeau!
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Als eine der größten Überraschungen stellt sich aber nach und nach SOENs Version von „Motorbreath“ heraus. Läuft das Stück zunächst ein wenig am Hörer vorbei, zündet die ungestüm punkige Wut, die einen krassen Gegensatz zum üblichen Prog-Sound der Band bildet, den Hörer doch noch an und man erwischt sich mit breitem Grinsen vor der Anlage beim Solo-Headbanging.
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Am Ende huldigen RAVEN hysterisch flippig der „Metal Milita“, wobei es scheint als hätten die Herren beim Einspielen dieser Nummer noch mehr Hummeln im Hintern gehabt als üblich, denn die Spielfreude springt den Hörer durch die Anlage regelrecht an.
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FAZIT: „No Life 'Til Leather – A Tribute to Metallica's Kill 'Em All“ ist ein gelungener Kniefall vor METALLICAs wegweisendem Debütalbum. Dass sich hier sowohl Bands, die James Hetfield und Co. selbst als ihre Einflüsse nennen, als auch vergleichsweise Jungvolk der Szene die Ehre gibt, unterstreicht den Status von METALLICA, den die Band innerhalb der Metal-Szene und abseits des kommerziellen Mega-Sellers, der sie nun mal sind, immer noch innehat.
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Erschienen auf www.musikreviews.de am 02.12.2025
Silver Lining Music
48:47
14.11.2025