ABSOLUTUMs Debütalbum „Endura“ gleicht einer rauschhaften Erfahrung, die sämtliche Sinneseindrücke unter dichtem Schlick oder Nebel begräbt und den Hörer in diesem irren Eindruck umherschleudert.
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Die Kompositionen klingen roh und wirbeln auch mal ungestüm umher, wodurch sich eine marginale Death-Metal-Komponente in den verwaschen-rasanten Black Metal mischt. Dass es die Musiker mit klanglicher Feinheit da nicht so genau nehmen, ist kein Nachteil, denn die unstete Atmosphäre öffnet einen formidablen musikalischen Abgrund.
Mit Titeln wie „You Will Burn Yourself on the Path of Truth“ oder „The Crowd of Ignorant People“ vollziehen die Nordrhein-Westfalen eine Black-Metal-Trümmerschlacht, die, abgesehen von wenigen, markanten Melodie-Sprengseln der Gitarre, verwaschene Raserei bietet und dabei auch den Seitenblick gen Death-Metal-Misanthropie wagt.
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Ein Stück wie „In the Shadow of the Forest, the Entities“ zermalmt derweil alles und jeden als klangliches Äquivalent zu einer Schlammlawine, nimmt bisweilen aber auch gehörig Fahrt auf. Speziell die hintergründigen Chorfetzen, bzw. die immer wieder eingeflochtenen Gitarrenmelodien, sorgen für eine wehmütige Destruktivität, die in Verbindung mit dem scheppernden Sound mehr und mehr auf den Magen schlägt.
Dennoch wird hier nicht stumpf drauflosgehämmert. Denn gerade die Abgründigkeit von Titeln wie „What Will Be Our Redemption?“ birgt eine melodisch-meditative Finsternis mit sich, die dank eindringlicher Bassarbeit so manchen unerwarteten Widerhaken in das Ohr des Hörers sticht.
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FAZIT: ABSOLUTUM hassen sich auf „Endura“ durch musikalische Fratzenhaftigkeit und liefern einen passenden Soundtrack zur Winterdepression, ohne in DSBM-Gefilde abzudriften. Stattdessen prasselt die Musik ungestüm und bisweilen verwaschen-rumpelnd auf den Hörer ein.
Punkte: 13/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 27.01.2026
Stefan Braunschmidt
Stéphane Gerbaud
Christian Kolf
Christian Kolf
Christoph Glanemann
Crawling Chaos Records
33:13
05.09.2025