Wider besseren Wissens keimt bei den ersten Tönen von ANTHEAs „Beyond the Dawn“ unweigerlich der Verdacht auf, hier einer WINTERSUN-Raritätenaufnahme zu lauschen, denn die Amis legen ähnlich druckvoll dramatisch los, wie es ihre finnischen Kollegen bisweilen zu tun pflegen. Manche Ähnlichkeit zwischen dem Geschrei von Jari Mäenpää und den harschen Gesängen auf dem vorliegenden Album tun ihr Übriges.
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Eine weitere Parallele zwischen beiden besagten Bands ist die Vielschichtigkeit der Musik. Orchestrales Drama trifft auf symphonischen Metal der härteren Sorte und manch progressive Struktur wechselt sich mit eingängigen Melodien ab.
Dabei finden sich sowohl Einflüsse aus dem Power Metal („Phantom in the Masquerade“) als auch komplexere Arrangements, die Ähnlichkeiten mit dem ein- oder anderen NIGHTWISH Song aufweisen [„Bygone Age (Chicxulub)“].
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In „Awakening (Song for Spring)“ und „Crystal Moon“ gehen ANTHEA dagegen geradliniger ans Werk, wobei letztgenannte Nummer als dynamisch arrangiertes Instrumental einige Farbtupfer und interessante Solo-Ausflüge der Musiker zu bieten hat.
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„Wanderer's Quell“ macht als schnittige Melodic-Death Metal-meets-Symphonic-Metal-Nummer eine gute Figur und klingt trotz orchestralem Drama und hohem Tempo absolut eingängig.
„Whispers of the Heart“ steht als bedacht balladeske Nummer mit Fokus auf Pathos, Keyboard und große Emotionen ein wenig im Kontrast zur vorherigen Aggression, sorgt aber gerade dadurch für einen passenden Farbtupfer.
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Mit „Duality of Gaia“ wagen sich ANTHEA gar in filmisch inspirierte Soundtrack-Sphären vor, ohne ihren Drama-Metal-Kern zu vernachlässigen und legen dabei eines der ambitioniertesten Stücke des Albums vor, ehe das Tahnee-Caine-and-Tryanglz-Cover „Burnin' in the Third Degree“ geradlinigen Symphonic Metal bietet, der sich gut in das Gesamtbild des Albums einfügt.
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FAZIT: ANTHEAs „Beyond the Dawn“ bietet spannend arrangierten Symphonic Metal, der den ein- oder anderen Blick über den Genre-Tellerrand wagt, ohne durch etwaige Extravaganzen aus dem Rahmen zu fallen. Das cineastisch anmutende Flair des Albums wirkt dabei stimmig und hält das Album als übergeordnetes Element zusammen.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 07.09.2026
Gabby Hawk
Diego Valadez, Juan Pina, Mel Del Real, Astrid Anaya
Juan Pina, Marcos Mejia
Diego Valadez
Peter Vasquez
Rockshots Records
45:30
17.04.2026