Belgiens APEX TEN schicken sich an, Musik in ihre existenziellen Bestandteile zu zerlegen und spalten mit ihrem aktuellen Album sogleich das „Atom“. Ihr Klangäquivalent zur Kernschmelze fällt dabei aber alles andere als zerstörerisch aus, sondern bietet vielmehr Space-affinen Stoner Rock, der überwiegend den instrumentalen Weltraumflug bevorzugt.
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Hierbei treffen tranceartige Jam-Ausflüge auf druckvollen Groove, der den Wüstenstaub des Genres gehörig aufwirbelt („Brainwasher“), während an anderer Stelle die Reise in episch angelegte Dunkelsphären angetreten wird. So gerät der Abschluss „Rot“ zu einem aufgekratzten Schlepper, der hin und wieder an frühe MASTODON gemahnt und Hardcore-Gebrüll mit warm-dräuender Bassarbeit verbindet, während sich die Gitarren im psychedelischen Farbenhimmel austoben.
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Die raue Energie des Finales tritt bereits im rauschhaften Einstieg „Ruthless“ zutage. Zwischen Schlagzeug-Stoizismus und schräg-hallender Stimme mäandert das Gitarrenrauschen umher und erzeugt dabei Bilder von fliegenden Köpfen (dem Artwork sei Dank), die auf der Flucht vor einer sich verdunkelnden Sonne sind.
Dass „Mellow“ im Anschluss deutlich freigeistiger klingt und eher einer Jam-Session gleicht, unterstreicht den improvisierten Ansatz, der „Atom“ zugrunde liegt, ohne dass die Instrumente offensiv auseinanderdriften würden.
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FAZIT: APEX TEN vertonen weder eine nukleare Katastrophe noch begeben sich die Musiker auf erkennbare Ursachenforschung, die Grundlagen des Lebens betreffend. Allerdings liefern die Belgier mit „Atom“ ein interessantes Werk psychedelischer Musik zwischen Rausch und Wachtraum ab, womit Freunde der entsprechenden Sounds hier durchaus abgeholt werden. Wo sie am Ende landen, ist dagegen fraglich.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 14.01.2026
Brad Masaya
Brad Masaya
Benoit Velez
Alexis Radelet
Thomas Mouton (Rassel), Benoit Velez (Theremin)
Tonzonen Records
32:31
21.11.2025