Die Italiener BEHIND STARVATION lassen „The Grief Sower“ von der Leine und präsentieren auf ihrer Debüt-EP melodischen Death Metal, der (wie sollte es anders sein) reichlich Verzweiflung und Trauer ausstrahlt.
Musikalisch suhlen sich die Musiker aber nicht in Resignation, sondern wüten in Stücken wie „Despite Existence“ reichlich aggressiv umher.
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Trotz der destruktiven Stimmung, die u.a. von den verzweifelten Screams ausgeht, setzt die Band trotzdem auf Dynamik. Die Gitarristen sind z.B. nicht um verspielte Soli verlegen, während es temporeich eins auf die Zwölf gibt. In dieser Hinsicht gefällt „Collapsing Monuments“ besonders. Streut der mehrstimmige Gesang im Refrain doch eine epische Note ein, die, ebenso wie das Gitarrensolo, reichlich unvorhersehbar gerät und damit die Spannung aufrechterhält.
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Am Ende dreht die Band den THE RASMUS-Hit „In the Shadows“ durch den Hartmetall-Mixer und verwandelt das Stück in ein minimal Black-Metal-affines Gift-und-Galle-Biest, das scharfe Klauen ausfährt und sich damit im Ohr des geneigten Hörers festkrallt.
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FAZIT: BEHIND STARVATION überzeugen auf ihrem EP-Debüt „The Grief Sower“ mit aggressivem Melodic Death Metal, wobei sie in diesen knapp einundzwanzig Minuten Laufzeit durchgehend Gift und Galle speien. Gleichzeitig klingen die Songs spritzig arrangiert, ohne allzu offensichtlich ausgetretene Genre-Pfade zu beschreiten. Starker Erstling!
Punkte: 13/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.01.2026
Andrea Veon Marini
Alessandro Di Rosa, Andrea Veon Marini
Giorgio 'Oblio' Guiliano, Alessandro Carrara
Stefano Marullo
Inertial Music
20:49
19.09.2025