Die Frankfurter Alternative-Rocker BIRD’S VIEW gehen mit ihrem neuen Album „Above Chaos“ an den Start und packen dabei noch eine ordentliche Portion mehr Druck in ihre Songs als auf dem Vorgänger „House of Commando“ aus dem Jahr 2024. Vor allem das Spiel mit Tempo und Dynamik leben die Hessen hörbar mit großer Spielfreude aus – was sich etwa in Tracks wie „Binging Buzz“ bemerkbar macht.
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Im Kern bleiben die vier Jungs von BIRD’S VIEW ihrem Alternative-Rock-Herzen treu und begeistern mit zahlreichen Refrains, die sofort im Ohr hängen bleiben und spätestens beim zweiten Durchlauf zum Mitsingen animieren. Dazu poltern die Drums herrlich ungestüm, während die Gitarren standesgemäß schrammeln und fiepen. Unter diesem druckvollen Fundament blitzt immer wieder eine feine Brit-Rock-Note samt Gespür für eingängige Melodien auf – besonders deutlich in „Shadows“.
„Ways To Fail“ schlägt dagegen eine etwas andere Richtung ein und verbindet lässige Stoner-Vibes mit treibendem Punk-Drive sowie einer kleinen Prise Progrock, die vor allem durch den markanten Gesang zur Geltung kommt.
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„No Names Room“ schlägt dann überraschend ruhige Töne an: In dieser getragenen Midtempo-Nummer stehen vor allem Gesang und Gitarrenarbeit im Mittelpunkt und verbreiten eine angenehm melancholische Stimmung. Eine kleine Verschnaufpause, bevor es mit Songs wie „In Between“ und „Colors Of A Day“ wieder deutlich stärker in Richtung Alternative Rock geht. Die Schlussnummer macht schließlich noch einmal unmissverständlich klar, wofür BIRD’S VIEW stehen: treibender Rock, eingängige Gesangslinien und eine kontrollierte Portion musikalisches Chaos – ganz passend zum Titel „Chaos. B.C.“
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FAZIT: Mit „Above Chaos“ liefern BIRD’S VIEW ein druckvolles Alternative-Rock-Album ab, das seine größten Stärken aus Energie, Spielfreude und eingängigen Melodien zieht. Zwischen Brit-Rock-Anleihen, Punk-Drive und kleinen stilistischen Ausbrüchen behalten die Frankfurter stets ihren roten Faden im Blick und wirken dabei angenehm ungekünstelt. Das Ergebnis ist ein Album, das ordentlich nach vorne geht, dabei aber immer genug Gespür für Atmosphäre und große Refrains mitbringt.
Punkte: 13/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 26.05.2026
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08.05.2026