Die texanischen Crossover-Progger BUILT FOR THE FUTURE setzen mit „2084 EMPIRE“ ihre mit „2084 HERETIC“ begonnene Reise in eine dystopische Zukunft fort. Dabei wechseln sich vertrackte Progrock-Nummern wie „2084“ mit zugänglicheren, beinahe poppigen Stücken wie „Propaganda“ ab. Zumindest musikalisch wirkt Letzteres leichter, inhaltlich bleibt die Aussicht allerdings wenig erfreulich. Auch hier zeichnet der Text kein besonders rosiges Bild der Zukunft.
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„The Empire State“ lässt mit seinem zackigen, schlanken Groove und funkigen Gitarren-Riffs eine feine Prise 80er-Jahre-Flair durchblitzen. Doch die kurze Erholung ist mit „Airstrip One“ bereits wieder vorbei. Der komplexe Progrock übernimmt erneut das Steuer und zerlegt die Komposition in ein vielschichtiges Klangbild: atmosphärische Tiefe trifft auf verspielte Details, hymnische Melodien und schiebende Rockpassagen. BUILT FOR THE FUTURE behalten dabei stets den roten Faden im Blick, denn trotz aller musikalischen Wendungen bleibt das Stück erstaunlich zugänglich.
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Mit „The Brotherhood“, das beinahe als eingängige Ballade durchgeht, kehrt kurzzeitig Ruhe ein. Danach zieht die Band die Progrock-Zügel allerdings noch einmal ordentlich an.
Das gut 25-minütige „Oceania“ ist das eigentliche Schwergewicht des Albums und zugleich dessen ambitioniertester Moment. Als musikalische Verbeugung vor Orwells düsterer Zukunftsvision führt die Suite durch ein dicht gewobenes Netz aus unterschiedlichen Stil-, Sound- und Rhythmuspassagen. Mal atmosphärisch und beinahe schwebend, dann wieder kantig und druckvoll. Eine musikalische Reise, die so viel Material aufführt, dass man damit problemlos ein eigenes Album hätte füllen können.
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FAZIT: BUILT FOR THE FUTURE verbinden auf „2084 EMPIRE“ komplexe Strukturen, eingängige Melodien und eine gehörige Portion Retro-Flair zu einem homogenen Gesamtbild. Fast 90 Minuten dystopischer Prog sind sicher kein Fast Food, aber wer sich darauf einlässt, bekommt einiges geboten. Vor allem „Oceania“ zeigt, dass den Texaner auch auf der Langstrecke nicht die Ideen ausgehen.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 11.09.2026
Patric Farrell
Kenny Bissett, Patric Farrel
Kenny Bissett, Patric Farrel
Pete Fithian, Kenny Bissett
Lalo
Newspeak Music
89:00
05.06.2026