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Bye Parula: Something Out of Nothing

Stil: Indie-Pop, Folk-Rock, Funk

Cover: Bye Parula: Something Out of Nothing

Mit „Something Out Of Nothing“ legt das Montréal-Trio BYE PARULA sein zweites Album vor – und trifft vom ersten Ton an ins Schwarze. Statt Pop von der Stange gibt es hier verspielte Details, eingebettet in eine druckvolle, klare Produktion. Im weiteren Verlauf schleicht sich dann zunehmend eine melancholische Stimmung ein, die dem Album zusätzliche Tiefe verleiht.

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Über sanften Keyboardflächen perlen feine Gitarrenlicks, die gemeinsam mit dem Schlagzeug ein sattes Funk-Feeling entfalten. Da darf es in „KISSBURN“ auch mal deutlich nach Modern Disco klingen – inklusive schmeichelnder Streicher. Die Gitarren erweisen sich dabei als roter Faden des ersten Albumteils: mal lässig groovend, mal mit R&B-Schmelz aufgeladen, dann wieder im treibenden Disco- oder Funk-Tempo. Die Vocals fügen sich nahtlos ein und harmonieren jederzeit mit dem Sound – ob in luftigen BEE GEES-Höhen oder mit warmem Timbre.

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Mit „Home“ wird es dann spürbar ruhiger: Eine Stimme mit deutlichem 80er-Touch schwebt zunächst durch flirrende Wave-Atmosphäre, bevor die hohe Gesangslinie übernimmt und dem Stück ein melancholisches Finale verleiht. Den emotionalen Tiefpunkt – im besten Sinne – markiert „Miedo De Olvidar“: eine wunderschöne Akustiknummer, die durch die weibliche Gaststimme zusätzlich veredelt wird. Diese nachdenkliche Grundierung prägt auch die folgenden Songs und mündet in einem krönenden Abschluss, bei dem Stimmen und Gitarre mit „Needed“ noch einmal für stille Gänsehautmomente sorgen. Gut, dass man danach bei der lässigen Pop-Perle „Burning Down The House“ wieder durchatmen kann.

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FAZIT: Mit „Something Out Of Nothing“ gelingt BYE PARULA ein herrlich unkonventionelles Pop-Album. Das Trio meistert den Spagat zwischen treibendem Funk, Modern Disco und tief melancholischen Wave- und Akustik-Momenten perfekt. Dank einer glasklaren Produktion und harmonischem Gesang verliert sich die Band nie im Unverbindlichen. Ein facettenreiches, geschmackvolles Highlight abseits der Stangenware.

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 08.06.2026

Tracklist

  1. I Don’t Know
  2. KISSBURN
  3. I’m Getting Ready
  4. Something Out Of Nothing
  5. Home
  6. Orange Blossom (There’s a million reasons)
  7. Miedo De Olvidar (featuring Elisapie)
  8. Quand Vient Le Soir
  9. Needed
  10. Burning Down The House

Besetzung

  • Bass

    Loïc Calatayud-Sola, Warren C. Spicer, Morgan Moore

  • Gesang

    Sergio D’Isanto, Sebastian Riquelme, Loïc Calatayud-Sola, Robbie Kuster, Warren C. Spicer, Morgan Moore, Elisapie, Adèle Trottier-Rivard

  • Gitarre

    Sergio D’Isanto, Sebastian Riquelme, Loïc Calatayud-Sola, Warren C. Spicer

  • Keys

    Sergio D‘Isanto, Sebastian Riquelme, Loïc Calatayud-Sola, Warren C. Spicer, François Lafontaine

  • Schlagzeug

    Sergio D’Isanto, Robbie Kuster

  • Sonstiges

    Mélanie Bélair (Streicher), David Binney (Saxofon)

Sonstiges

  • Label

    Secret City Records

  • Spieldauer

    37:31

  • Erscheinungsdatum

    05.06.2026

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