Nachdem 2024 <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2025/Calibre-Infinite/One-Life-Remains/" target="_blank" rel="nofollow">'nur ein Leben blieb'</a>, fragen sich CALIBRE INFINITE gegen Ende des Jahres 2025 was denn hätte sein können.
„What Could Have Been“ steht dabei stilistisch u.a. in der Tradition von KORN, von denen schwere Groover wie „It’s a Trap“ unverkennbar beeinflusst wurden (man höre u.a. die stimmliche Phrasierung von Sänger Peter C.).
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Mit „Puppet“ steigen die Musiker jedoch erstaunlich Gothic-affin in ihre EP ein. Dennoch vollziehen die Gitarren dissonante Schlenker, die dem Groove jene Kälte verleihen, die moderner Metal zwischen Gothic und Industrial-Charme bisweilen ausstrahlt.
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„Dark Days (RSD Part1)“ lässt Einflüsse von IN FLAMES erkennen, vermengt diese mit dem klaren Gesang des Gothic Metal und lässt zugleich Raum für mechanisch-kalte Grooves, die zaghaft an eine Light-Version von Bands wie ORBID CULTURE denken lassen.
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„I Know All The Stars“ nimmt diesen Faden auf und präsentiert einen erstaunlich melancholischen Refrain zwischen kalt-drückenden Strophen, die u.a. mit dunkler Rap-Phrasierung bei Growl-Stimme punkten können.
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Der Titeltrack verbindet am Ende Gothic-Düsternis mit moderner Kälte und wartet mit dem stärksten Refrain der EP auf. Dabei klingt die Hauptmelodie des Songs eingängig und sperrig zugleich, wodurch das Stück das größte Potenzial für Interesse seitens des Hörers birgt.
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FAZIT: CALIBRE INFINITE bedienen sich auf „What Could Have Been“ zwar mehr als einmal aus dem Klangbaukasten ihrer Vorbilder, aber moderner Metal mit einem gewissen Hang zur Melancholie kommt nun mal nicht an IN FLAMES, KORN und Co. vorbei. Insofern sind die diversen Querverweise in der Musik dieser EP kein Negativkriterium, noch dazu wenn die Songs Hand und Fuß haben und in Gänze recht kurzweilig ausfallen.
Punkte: 9/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 22.01.2026
Victor D. Blackbyrd
Peter C.
Pascal Forneck, Jens Härter
Timon Witt
Eigenproduktion
18:25
14.11.2025