DEMONOID haben seinerzeit ihr einziges Album „Riders Of The Apocalypse“ auf die Death Metal-Welt losgelassen und da das veröffentlichungsreiche Leben der Schweden eher von kurzer Dauer war, rufen Vic Records das Schaffen der Herren wieder ins Kollektivgedächtnis der Szene.
Dabei wurde so gut wie gar nichts an dem Album verändert, was den thrashigen Death Metal des THERION-Ablegers aber weniger anachronistisch erscheinen lässt, als mancher vielleicht glauben mag.
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Der Sound drückt transparent aus den Boxen und dass das Songwriting kaum von schlechten Eltern sein kann, legt bereits die Hauptbeschäftigung der beteiligten Musiker nahe.
Musikalisch sind Death-Thrasher wie „Witchburners“ oder die Doom-Walze „14th Century Plague“ nicht von schlechten Eltern und erzeugen auch in der Neu-Version einen gewissen Reiz, der in manch dramatisch aufgeladenem Gitarrenriff auch mal die theatralische Herkunft der Musiker anklingen lässt.
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Unterm Strich agieren DEMONOID aber wesentlich rifforientierter und damit auch geradliniger als ihre Bruderband. Der Neuveröffentlichung sei Dank, klingt auch das derbe Röchelbrüllen von Christofer Johnsson kraftvoll und markig, wenngleich sich Varianz lediglich im Bereich der marginalen Gothic-Klargesänge einstellt.
Das schadet einem dramatisch aufgeladenen Kampfsoundtrack wie „Arrival of the Horsemen“ aber nicht, denn die Varianz in Sachen Gitarrensoli oder auch die marginal an BOLT THROWER gemahnenden Grooves haben nach wie vor ihre Stammplatz im Spielfeld der Musik.
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Ähnliches gilt für das mittig platzierte „Hunger My Consort“, das von einem eingängigen und doch brutalen Gitarrenaufgebot eingeleitet wird, zu dem der Groove mal gen Thrash Metal ausschlägt, ehe die Handbremse das Tempo drosselt und die ein- oder andere Clean-Gitarre zu zurückhaltendem Drumming präsentiert. Das borstige Keifen von Christofer Johnsson bleibt derweil durchgängig Death-Metal-affin, womit sich die Musik ihren aggressiven Grundton bewahrt.
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FAZIT: DEMONOIDs „Riders Of The Apocalypse“ greift zwar auch in dieser Neu-Veröffentlichung nicht nach den Death-Metal-Sternen, aber als interessantes und gut gemachtes Zeitdokument kann sich diese Wiederbelebung der 2004er-Eintagsfliege durchaus hören lassen.
Erschienen auf www.musikreviews.de am 07.02.2026
Johan Niemann
Christofer Johnsson
Kristian Niemann
Richard Evensand
Gesa Hangen (Cello)
Vic Records
47:09
07.11.2025