Die gesangliche Referenz an OZZY OSBOURNE in „Dead Inside“ ist sicherlich kein Zufall, denn DIRTY SOUND MAGNET berufen sich auch in Sachen Sound auf die psychedelischen Wurzeln der Rockmusik und zitieren Bands wie u.a. THE DOORS oder auch LED ZEPPELIN, ohne dabei allzu offensichtlich zu kopieren.
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Vielmehr kombiniert das Quartett eine erdige Live-Atmosphäre mit erdigen Psychedelic-Riffs, die auch mal eine melancholische Schlagseite offerieren („Calypso“).
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Der nasale Gesang geht dabei stets mit phantasievollem Songwriting einher und mündet in dem Akustikgitarren-Soundtrip „The 9 Commandments of Men“ gar in einer Art Western-Saloon-Jam, bei der Staub und Freizügigkeit, den Konsum von psychoaktiven Substanzen betreffend, keine unwesentliche Rolle im Entstehungsprozess gespielt haben könnten.
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Dennoch schaffen es DIRTY SOUND MAGNET mit eindringlichen Hooklines und emotional aufwühlendem Songwriting zu fesseln.
Das zunächst zurückhaltende „Long Drive“ stellt sich dabei mit der Zeit als Höhepunkt des Albums heraus. Denn hier trifft der freizügige Jam-Charakter der Musik auf mitreißenden Gesang, wobei sich stets ein emotionales Fragezeichen abzeichnet.
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Feiern die Musiker hier den kreativen Moment als Ausdruck von Freiheit, oder schimmert da doch eine unterschwellige Verletzlichkeit unter den Hippie-Gitarren hervor?
Die Veranlagung zu beidem ist auf jeden Fall vorhanden, womit sich u.a. auch ein Musiker Carlos SANTANA als Referenz für die Einflüsse von DIRTY SOUND MAGNET hervortut (man lausche nur mal dem musikalisch freizügigen Titeltrack).
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FAZIT: DIRTY SOUND MAGNET toben sich auf „Me And My Shadow“ im Bereich freizügiger Gitarrenrockmusik aus und setzen dabei auf die Zuhilfenahme auditiver Psychedelica und manchem trockenen Wüsten-Riff. Der warm brummende Live-Sound passt derweil wie Arsch auf Eimer und erweckt hin und wieder den Eindruck, das Album wäre in einer einzigen, spontanen Kreativ-Explosion aufgenommen worden.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 05.02.2026
Marco Mottolini
Stavros Dzodzosz, Marco Mottolini, Maxime Cosandey
Stavros Dzodzosz
René Hoffmann
Maxime Cosandey
Tonzonen Records
41:52
30.01.2026