„Human vs. Nature“ ist als Warnung an die Menschen zu verstehen, um unseren Planeten zu achten und zu schätzen. Es ist der Einzige, den wir haben. So lässt sich das Konzept des aktuellen DISTREZZED-Longplayers zusammenfassen, wobei die Herren für ‘Fridays for Future‘ fast ein wenig (zu) spät dran sind.
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Allerdings wirkt dieses Album auch nicht ganz so plump-provokant wie die Fremdschäm-Auftritte einer Luisa Neubauer und Konsorten. Denn auch wenn über Themen wie Klimaschutz zurecht diskutiert werden darf (Achtung: Klima-Schutz ist nicht zu verwechseln mit Umwelt-Schutz), liefern DISTREZZED hier ein stimmungsvolles Doom-Rock-Album ab.
Die Melancholie <a href="http://musikreviews.de/reviews/2022/Distrezzed/Pain-Of-Depression/" target="_blank" rel="nofollow">des Vorgängers</a> wurde dabei stark zurückgefahren und musste einer Art aufrührerischen Note mit aufklärerischem Inhalt weichen.
DISTREZZED behalten jedoch ihren warmen Sound bei und setzen, neben schmerzenden Themen wie aufkeimender Ausweglosigkeit, („No Tomorrow“) auch darauf, den Schimmer der Hoffnung am Horizont nicht aus den Augen zu verlieren.
In diesem Zusammenhang macht die Ballade „Goodbye“ eine gute Figur. Lässt sie doch, trotz der zugrunde liegenden Melancholie (speziell in den Gitarrensoli), stets Raum für eine warme und versöhnliche Atmosphäre, die sich u.a. auch in gefühlvoll solierenden Gitarren niederschlägt.
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Ob es den erhobenen Zeigefinger im Titeltrack wirklich in dieser Form braucht, ist natürlich immer eine Frage des Geschmacks. Denn das Potenzial des Menschen birgt stets beides, Destruktion UND Konstruktion. Dennoch gefällt die dunkel-dramatische Stimmung des Songs und auch die Gitarrensoli lassen den Hörer schnell in ein vertrautes Gefühl von Melancholie fallen.
Die beiden Stücke „A World At War“ und „Everyday“ sind bereits von der vorausgehenden <a href="http://musikreviews.de/reviews/2023/Distrezzed/A-World-At-War/" target="_blank" rel="nofollow">Single, bzw. EP</a> bekannt und fügen sich perfekt in den Albumfluss ein, ehe „Go Your Way“ dank lebensfrohem Drive etwas aus dem Rahmen fällt, aber gerade deshalb für zusätzliche Farbtupfer im Gesamtsound sorgt.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3502561716/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=706158215/transparent=true/" seamless><a href="https://distrezzed.bandcamp.com/album/human-vs-nature">Human vs. Nature von DISTREZZED</a></iframe></center></br>
„Lost Senses“ wirkt dann wieder bedrückender und gefällt u.a. mit geschmackvollen Gitarrenmelodien, die des Öfteren auch mehrstimmig durch den Song fließen und einen stimmigen Kontrast zum drängenden Gesang bilden.
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FAZIT: DISTREZZED vertonen den Kampf zwischen Mensch und Natur gleichsam plakativ (der Albumtitel „Human vs. Nature“ könnte offensichtlicher kaum sein), aber auch spannend. Das Doom-Rock-Grundgerüst reichert die Band ein ums andere Mal mit Anleihen aus dem Stoner-Bereich oder auch dunkel eingefärbtem Alternative Rock, speziell in Sachen Gesang, an. Dadurch klingen die Songs frisch und gewohnt zugleich, sodass „Human vs. Nature“ als stimmiges und stimmungsvolles Album ins Ziel geht.
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Erschienen auf www.musikreviews.de am 12.04.2026
Eigenproduktion
53:09
08.11.2025