FAT BELLYs „Stories In Stereo“ steckt zwar tief im Pop-Punk der frühen 2000er Jahre fest, dennoch blicken die Hannoveraner nicht nostalgieverklärt in die Vergangenheit. Dazu klingen die Stücke zu spritzig, die Riffs von Titeln wie „Lost And Forgotten“ oder „Little Boy“ gehen zu locker-eindringlich von der Hand, sodass die Musik stets gute Laune verbreitet und ein wenig das Gefühl eines sommerlichen Roadtrips mitbringt.
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Getreu dem Motto ‘Freunde, Freude, Musik und ab dafür‘ liefern FAT BELLY einen Ohrwurm nach dem anderen, wobei die Musik stets von lockeren Riffs und treibenden Grooves angeschoben wird.
Stücke wie die Hymne an die Freundschaft „John & Paul“ oder auch das abwechslungsreiche „Done For The Day“ gefallen mit spritziger Energie und kleinen Details die aufhorchen lassen (da wäre z.B. der Cowbell-Groove in letztgenanntem Stück).
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Dass sie aber auch etwas ruhiger ans Werk gehen können, zeigen die Musiker mit dem Nostalgie-Trip „Lost Places, Fading Faces“, während sich in „Stories That You Told“ eine emotional-textliche Reife offenbart, die den Bierbauch-Musik suggerierenden Bandnamen mit Tiefe füllt und ein Stück weit konterkariert.
Mit dem energischen Abschluss „Pandemic“ versuchen sich FAT BELLY an der Aufarbeitung der Corona-Zeit und präsentieren sich einmal mehr schmissig und Melodie-affin, sodass der Albumabschluss irgendwo zwischen Hoffnung auf Besserung und unsicherem Blick nach vorne changiert.
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FAZIT: FAT BELLYs „Stories In Stereo“ bietet dreizehn melodische Punkrock-Ohrwürmer, in denen die Musiker die Emotionsskala des Genres einmal auf und ab wandern. Dass der Musik dennoch genug Positivität und Lebensfreude innewohnt, um am Ende hoffnungsvoll zu stimmen, macht das Album zu einem gelungen Genre-Werk, das einer Liebeshymne auf das Leben an sich gleichkommt.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 03.02.2026
Eigenproduktion
37:40
10.12.2025