Zurück

Reviews

Five O Seven: Innet

Stil: Rock

Cover: Five O Seven: Innet

FIVE O SEVEN (507) ist im amerikanischen Polizeijargon der Code für öffentliche Belästigung. Dass das gleichnamige Trio aus Süddeutschland mit seinem neuen Album „Innet“ allerdings ein (akustischer) Störenfried sein soll, lässt sich nun wirklich nicht behaupten. Vielmehr servieren FIVE O SEVEN einen abwechslungsreichen Mix aus Heavy-, Blues- und Hardrock, der sich angenehm unangestrengt zwischen den Genres bewegt.
<br><center> <iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/KgCid6eI7v0?si=8tfP7MailRTUrMBW" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></center></br>

„Summerdays“ bringt die musikalische Quintessenz des Albums auf den Punkt: druckvoller Rock, eine Prise Metal und ein Refrain, der geradezu nach kollektivem Mitsingen schreit. Ihre Vorliebe für mehrstimmigen Gesang zelebrieren die drei Musiker auch auf „Elevator To The Sky“, dessen unbeschwerte Stimmung ansteckt. Mit „What I Got“ schlagen FIVE O SEVEN anschließend deutlich bluesigere Töne an, bevor „Radio Rock“ den klassischen Rock’n’Roll in den Vordergrund stellt. „Waiting For The Night“ erinnert hingegen mit seinen kernigen Riffs an den guten alten 80er-Jahre-Rock und rundet den bunten Strauß an Rock-Variationen gelungen ab.
<br><center> <iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/rXhP5UQVYyk?si=G2wb143hW3GzUbI3" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe> </center></br>

Und was durchweg hörbar ist, ist die Spielfreude des Trios. FIVE O SEVEN verzichten auf übertriebene Effekthascherei und setzen stattdessen auf knackige Gitarren, treibende Rhythmen und ein Gespür für eingängige Melodien. Mal stampft der Bluesrock lässig vor sich hin, mal nimmt der Hardrock ordentlich Fahrt auf. Wenn sich die drei Stimmen in den Refrains zu mehrstimmigen Passagen verbinden, bekommt das Album jene Extraportion gute Laune, die sofort überspringt. Und so scheut man sich auch nicht davor, einen Weihnachtssong („Ring The Bell“) auf ein Sommer-Release Album zu packen.
<br><center> <iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/WkNwFQ3U8-c?si=WFw8toYxmrxklLIr" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></center></br>

FAZIT: Mit „Innet“ ist FIVE O SEVEN ein sympathisches Rockalbum gelungen, das seine Stärken weniger aus musikalischer Innovation als aus handwerklicher Souveränität und spürbarer Spielfreude bezieht. Das Trio zeigt, dass Heavy-, Blues- und Hardrock keineswegs angestaubt klingen müssen, wenn man die verschiedenen Spielarten mit Leidenschaft, musikalischem Können

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 23.08.2026

Tracklist

  1. Until You're Here
  2. Linnet
  3. Summerdays
  4. Ring the Bell
  5. Elevator to the Sky
  6. Stay
  7. What I Got
  8. Radio Rock
  9. Waiting for Tonight
  10. WYSIWYG Deal

Besetzung

  • Bass

    Jonas Frey

  • Gitarre

    Chris Talbot

  • Keys

    Chris Talbot, Jonas Frey, Adrian Schroer

  • Schlagzeug

    Adrian Schroer

Sonstiges

  • Label

    Eigenproduktion

  • Spieldauer

    32:52

  • Erscheinungsdatum

    08.05.2026

© Musikreviews.de