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Galibot: Catabase

Stil: Black Metal

Cover: Galibot: Catabase

GALIBOT kriechen auf „Catabase“ erneut in die Tiefen französischer Kohleminen und schließen auch musikalisch an ihr <a href="http://musikreviews.de/reviews/2026/Galibot/Euchmau-Noir-bis/" target="_blank" rel="nofollow">Debütalbum</a> an.
Alles beim alten also?
Nicht ganz.
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Schon der eröffnende Titeltrack präsentiert u.a. mit Klargesang und dynamisch-kraftvollem Sound zwei Erweiterungen des Bandsounds, die dem Material merklich mehr Dringlichkeit verleihen.
Semi-akustische Zwischenspiele wie „Baptiste Terre“ verdeutlichen die tragikschwangere Stimmung des Albums, während sich Stücke wie „Pénitent“ als unvorhersehbare Abfahrten zwischen Sturm-und-Drang-Black-Metal und melodisch-verhaltenen Passagen, inklusive eindringlichem Klargesang präsentieren.
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Aber auch Raserei im klassischen Stil kommt in Stücken wie „Terril“ nicht zu kurz. Im Gegenteil, speziell der Gesang überzeugt durch eine hysterische Note, die im spannenden Gegensatz zu manch verzerrter Sprechpassage steht und damit für eine gewisse Vielfalt innerhalb des gesteckten Soundrahmens sorgt.
Speziell die Momente, in denen sich Gesang und Gitarren regelrecht überschlagen, entpuppen sich als nervenaufreibende Höhepunkte der Musik. Denn derart losgelassen sticht die thematische Attitüde zwischen Alltagsqual und Lebenserhalt am eindrücklichsten ins Herz, wie Stücke der Marke „Saint Cordon“ eindrucksvoll beweisen.

Mit „Mesektet“ findet „Catabase“ ein aufreibendes Ende, das von stürmisch-trotziger Haltung und dem Schmerz des thematisierten Arbeitsalltags zeugt.
Dass GALIBOT darüber hinaus in allen Stücken eine erkennbar eigene Handschrift in Sachen Songwriting vorweisen können, macht dieses (offizielle) Zweitwerk zu einem rundum gelungenen Genrebeitrag.
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FAZIT: GALIBOT verfeinern mit „Catabase“ die hervorragenden Ansätze ihres Debüts weiter und präsentieren atmosphärisch rauen Black Metal, der dennoch auf eingängige und griffige Melodien setzt. Der druckvolle Sound tut sein Übriges und veredelt dieses Zweitwerk zu einem weiteren spannenden Genrebeitrag.

Punkte: 13/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 19.05.2026

Tracklist

  1. Catabase
  2. Jeanlin
  3. Bleu Noir Rouge
  4. Voreux
  5. Baptise Terre
  6. Pénitent
  7. Les Montagnes Poussent Sous Terre
  8. Estaminet, Pt. 1
  9. Terril
  10. Saint Cordon
  11. Mesektet

Besetzung

  • Bass

    Clement Joly

  • Gesang

    Agathe Boulanger, Thomas Deffrasnes

  • Gitarre

    Thomas Deffrasnes, Julian Baquero

  • Schlagzeug

    Robin Grabmann

Sonstiges

  • Label

    Les Acteurs de L’Ombre Productions

  • Spieldauer

    41:58

  • Erscheinungsdatum

    08.05.2026

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