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Reviews

Great Escapes: Vice Versa

Stil: Emo-Punkrock

Cover: Great Escapes: Vice Versa

GREAT ESCAPES entzaubern mit „Vice Versa“ die Simplizität, die das Leben bis zu den eigenen Dreißigern vielleicht noch bereithält und betreiben damit musikalische Krisenflucht.
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Emo-Punk?
Emotionen werden auf jeden Fall großgeschrieben in der Musik der Münsteraner.
Punkrock?
Findet sich im Kern von Stücken wie „I Still Do“ nach wie vor. Denn gerade das vielbesungene Durchhaltevermögen ist doch auch ein Grundpfeiler der Punk-Haltung.
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Musikalisch gehen dabei in allen Stücken Melodie und Groove, Eingängigkeit und Kraft einher.
Melancholische Semi-Balladen wie „Panoply“ schmiegen sich an musikalisch treibende Existenzkrisen wie „Until It Doesn’t“, ohne dass GREAT ESCAPES in weinerliches Selbstmitleid verfallen würden.
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Zwar zieht sich ein nostalgischer Emotionskloß wie ein Roter Faden durch das Album, aber GREAT ESCAPES stilisieren das Selbstmitleid nicht zum alles bestimmenden Thema hoch. Stattdessen geraten die Texte sowohl universell verständlich als auch tief persönlich, wodurch sich die Band gewisse Ecken und Kanten bewahrt.
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FAZIT: GREAT ESCAPES betreiben mit „Vice Versa“ zwar sicherlich auch ein Stück weit Eskapismus vor dem ominösen Ungeheuer des Alters. Aber das Album ist keine vertonte Midlife-Crisis, sondern stellt ebenso Fragen nach der Zukunft, wie es motivierende Antworten in Form von authentischer Musik liefert.

Punkte: 11/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 12.09.2026

Tracklist

  1. Until It Doesn't
  2. Flickering Lights
  3. June
  4. Waiting For Summer In A Snow Globe
  5. The Athlete's Demise
  6. I Still Do
  7. Panoply
  8. Mend
  9. Paper Plane
  10. Haddonfield

Besetzung

  • Bass

    Maik Osterhage

  • Gesang

    Frederik Tebbe, Maik Osterhage

  • Gitarre

    Frederik Tebbe

  • Schlagzeug

    Maik Pohlmann

Sonstiges

  • Label

    Highway Fifteen Records & Keep It A Secret Records

  • Spieldauer

    25:01

  • Erscheinungsdatum

    04.09.2026

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