Das anonyme Ein-Mann-Projekt GRIMOVETUST setzt mit „Gates To Heptagon Tower“ auf Black Metal der klassischen 90er-ahre-Norwegen-Machart. Soll heißen: Bands wie DARKTHRONE und deren „A Blaze In The Northern Sky“-Album standen für den Sound und die musikalische Herangehensweise unverkennbar Pate.
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Dementsprechend rumpelt es hier auch mal gehörig im Gebälk, während (gar nicht mal so dezente) Synthesizer bzw. Keyboards in Stücken wie „Bond by Frost and Infernal Might“ Anflüge der Anfänge von DIMMU BORGIR erkennen lassen.
Ist „Gates To Heptagon Tower“ also feist zusammengeklaut?
Ja und nein.
Die genannten Referenzen (vor allem Fenriz und Nocturno Culto) sind doch recht deutlich zu erkennen.
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Allerdings wirkt „Gates To Heptagon Tower“ eher wie ein Album, das einen ganz speziellen Spirit, bzw. dieses unbekümmert frostige (und ja, manchmal auch kitschige) Gefühl des 90er-Jahre-Black-Metal aus Norwegen wieder aufnehmen will.
Dass es der Musik dementsprechend an Eigenständigkeit mangelt, ist im Grunde egal bzw. eine Frage der Betrachtungsweise. Für den Einen ist ein Album wie „Gates To Heptagon Tower“ pure Nostalgie und damit spannend, für den Anderen klingt es schlicht zu platt, zu roh, zu unperfekt und wandert damit an der Grenze zwischen Kult-Referenz und Kack.
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FAZIT: GRIMOVETUST machen auf „Gates To Heptagon Tower“ keinen Hehl aus ihrer Heldenverehrung und transportieren das Gefühl des 90er-Jahre-Black-Metal ungeschönt in die Jetzt-Zeit. Das klingt frostig und unperfekt, ist aber gerade dadurch reizvoll und gut gemacht. Vorausgesetzt, der Hörer ist nicht zwingend auf klangliche Sauberkeit angewiesen.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 13.04.2026
Dusktone Records
39:17
25.07.2025