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Reviews

Jagged City: There Are More Of Us, Always

Stil: Post Rock

Cover: Jagged City: There Are More Of Us, Always

<b>„Wir schrieben mit reinem Instinkt und versuchten einfach, einem Genre, das wir lieben, etwas Neues hinzuzufügen. Als wir unsere Ideen austauschten, nahmen wir einige Abzweigungen und integrierten Elemente, die vielleicht unerwartet waren.“</b> (Jake Woodruff)

In den unendlichen Weiten des geheimnisvollen Post Rocks, der mal mehr oder mal weniger beeindrucken oder nur langweilen kann, gibt es einen ganz neuen Vertreter aus einer zerklüfteten Stadt.
Na, das klingt doch vom Bandnamen JAGGED CITY her schonmal mehr spannend als langweilig – und auch der Titel des Albums, dass es da immer mehr von uns gibt als vermutet, lässt in puncto „There Are More Of Us, Always“ schonmal aufhorchen.
Wollen wir hoffen, dass die Musik hinter diesem Band- und Album-Namen das hält, was es auf den ersten Eindruck verspricht.

Die erste Enttäuschung ist allerdings schonmal vorprogrammiert, wenn die CD in den Player einfährt und eine wahrhaft läppische Laufzeit von gerade mal 19 Minuten anzeigt.
Ohhh...
Schade....
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So wird dieses Debüt-Album – das ein vermuteter Longplayer im dreiflügeligen Digipak in Mauer-Optik zu sein schien – doch nur zu einem ersten, recht kurzen Post-Rock-Appetit-Happen auf EP-Länge.

Ähnlich wie die verwitterte, teilweise bewachsene Mauer (mit zugemauertem Durchgang, auf dem das in weißer Farbe „There Are More Of Us, Always“ geschrieben steht), die sich über das gesamte Digipak erstreckt, klingt auch der Post Rock von JAGGED CITY.
Etwas düster und bedrückend mit ein paar überraschenden, krachenden Wendungen, die aber immer wieder an der musikalischen Post-Rock-Mauer abzuprallen scheinen. Kein Wunder, denn kein einziges Stück dieses Albums bringt es auf eine Laufzeit von vier Minuten. So wird oft jeder interessante Ansatz, immer dann, wenn er auch wirklich spannend zu werden scheint, schon wieder beendet. Absolut untypisch für dieses stilistische Genre, das doch nur zu gerne epische Klangwände über längere Zeiten aufbaut. JAGGED CITY scheinen diesen Grundsatz zu komprimieren und schneller sowie intensiver auf den Punkt zu bringen. Und genau das macht dieses viel zu kurze Album auch schon wieder interessant und zu etwas Besonderem.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2964191993/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=1994054751/transparent=true/" seamless><a href="https://jaggedcity.bandcamp.com/album/there-are-more-of-us-always">There Are More Of Us, Always von Jagged City</a></iframe></center></br>

FAZIT: So bleibt das Debüt „There Are More Of Us, Always“ von JAGGED CITY bisher nur ein kurzer, eingemauerter Post-Rock-Musikhappen aus dem Umfeld des Musiker-Duos (Bass und Gitarre – erweitert um einen Schlagzeuger und am Ende sogar zusätzlich den Gitarristen von MONO), das sich hinter dem Bandnamen und dem Mauer-Cover versteckt und hinter denen sich EXPLOSIONS IN THE SKY sowie DEFEATER tummeln. Macht auf jeden Fall neugierig auf einen hoffentlich deutlich längeren Hauptgang.

Erschienen auf www.musikreviews.de am 04.09.2026

Tracklist

  1. (Don't Dream It's Over)
  2. Imaginary Lines
  3. Rain And Sirens
  4. Ocean East, Ocean West
  5. Hairspring
  6. Minus Power
  7. (Deluge In A Paper Cup)

Besetzung

  • Bass

    Carlos Torres

  • Gitarre

    Jake Woodruff

  • Schlagzeug

    Urian Hackney

Sonstiges

  • Label

    Pelagic Records

  • Spieldauer

    19:48

  • Erscheinungsdatum

    30.01.2026

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