KINGSPHERE covern am Ende von „Inertia“ nicht grundlos TRIVIUMs „The Heart From Your Hate“, wenngleich diese Polen mit ihren eigenen Songs zuweilen wesentlich sanfter ans Werk gehen. Das Grundgerüst der Musik ist dabei Modern Metal, bzw. Metalcore, der z.B. auch Einflüsse von ERRA bis SPIRITBOX in sich vereint.
<br><center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/2EexUbjLNtQ?si=sC8amVt6OibTWcEu" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></center></br>
Der ein- oder andere progressive Schlenker findet sich also schon in der Musik, die aber (vor allem dank des melodischen Klargesangs) nicht selten auch sehr poppig klingt. Zwar darf es Stücken wie „Diabolic Nest“ auch mal herber knüppeln, aber auf jeden Kraftausbruch folgt ein eingängiger Refrain oder eine klar gesungenen Bridge, wodurch die eine oder andere Kante des Sounds zügig wieder abgeschliffen wird.
<br><center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/pTfJXcq3DjQ?si=26fSSg32kluIsF6o" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></center></br>
Zwar gefällt das Songwriting auch mal durch Kontraste, wie tief gestimmte Breakdown-Gitarren, die auf sanften Klargesang und eingängige Synthesizer treffen (z.B. in „The Cursed Epitaph“), aber unterm Strich wirken auch solche Momente nicht wirklich unvorhersehbar und der große Aha-Moment bleibt leider noch aus. Nichtsdestotrotz ist „Inertia“ ein sehr gut produziertes Stück modernen Metals zwischen Metalcore und Melodic Death Metal.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4124037938/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=345427148/transparent=true/" seamless><a href="https://kingsphere.bandcamp.com/album/inertia">Inertia von Kingsphere</a></iframe></center></br>
FAZIT: KINGSPHEREs „Inertia“ bedient sich der bekannten Schnittstelle zwischen Metalcore, Modern Metal und Melodic Death Metal, wobei der ein- oder andere vertrackte Schlenker im Songwriting für Spannung sorgt. Davon abgesehen klingen die Zutaten zum Sound der Polen zwar bekannt und oft gehört, was aber nicht bedeutet, dass „Inertia“ nicht wenigstens ein kurzweiliges Hörvergnügen bietet.
<br><center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/OCzZAAIv3Q4?si=SoGy7GcFkqGol2IN" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></center></br>
Erschienen auf www.musikreviews.de am 25.04.2026
Pawel Kawalec
Piotr Miliczek
Marek Kula, Kamil Sikorski
Marek Kula
Maciej Sobieski
Eigenproduktion
50:29
13.03.2026