Pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum seines Projektes LALU legt Vivien Lalu mit „A Mythmaker’s Demise“ einen neuen Progressive-Rock Longplayer vor. Inhaltlich setzt sich das Album mit dem aktuellen Spannungsfeld zwischen künstlicher Intelligenz und menschlicher Kreativität auseinander, wobei LALU musikalisch seiner Handschrift aus anspruchsvollem Songwriting, virtuoser Instrumentierung und eingängigen Melodien treu bleibt. Für deren Umsetzung hat er eine illustre Schar an Musikern um sich versammelt: Joop Wolters (ARABESQUE) am Bass und Gitarre, Simon Phillips (u.a. MSG, TOTO) an den Drums und dem Sänger Martin LeMar (MEKONG DELTA, NACHTGESCHREI).
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In „EKO“ geht es zunächst leichtfüßig beschwingt und mit viel Groove zu, wenn filigrane Gitarreneinwürfe auf pointierte Basslinien treffen und dem Stück eine elegante Dynamik verleihen. „Prince With The Swift Warning“ schlägt dann andere Seiten an und prescht gitarrenbetont, druckvoll und mit viel Energie nach vorne, während „Learning To Fly“ wiederum in bester Prog-Tradition theatralische Elemente mit komplexen rhythmischen Verschiebungen und feinen instrumentalen Finessen vereint; ein Stück, das nahezu alles auffährt, was das Herz eines Prog-Fans höherschlagen lässt.
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„Fhloston Paradise“ wählt hingegen eine beinahe tanzbare Richtung und versprüht mit seiner 80er-Jahre-Hymnik eine wohlig nostalgische Atmosphäre. Der knurrende Bass gleitet dabei nahtlos in das in das erneut rhythmisch verschachtelte und leicht jazzig gefärbte „Cordal Waves“ über, das wiederum mit entspannter Gelassenheit überzeugt. Und zwischen den hymnischen Momenten, komplexen Strukturen und überraschenden Wendungen bleibt genug Raum für Spielfreude und musikalische Exkursionen. Genau das, was ein Progressive Rock Album ausmacht.
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FAZIT: „A Mythmaker’s Demise“ zeigt VIVIEN LALU gut aufgelegt: Virtuose Instrumentierungen, ausgefeilte Arrangements und eine spürbare Lust am musikalischen Detail verbinden sich zu einem modernen Prog-Album mit viel liebe für Details und einer eigenen Handschrift.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 21.08.2026
Joop Wolters
Martin LeMar
Joop Wolters
Vivien Lalu
Simon Phillips
Frontiers Music
45:55
31.07.2026