In Sachen Stimme und Attitüde erinnert LEGACY OF PAYNE-Sänger André Bento bisweilen an Corinna Becker von DEATHFIST. Und auch musikalisch dreht die wilde Abfahrt dieser Portugiesen das Drehmoment des Riffmotors ähnlich stark auf wie die genannten Deutschen auf ihrem Debüt <a href="http://musikreviews.de/reviews/2010/Deathfist/Too-Hot-to-Burn/" target="_blank" rel="nofollow">„Too Hot Tu Burn“</a>.
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Instrumental drücken die Herren zuweilen ganz schön auf die Tube, wobei Stücke wie „Gates Of Madness“ sowohl durch solide Riffarbeit als auch durch einen melodischen Ansatz gefallen, der hin und wieder auch klassischen Heavy Metal zitiert.
Allerdings wischt das Gebell von Sänger André Bento diese Assoziationen stets beiseite. Klingt der Mann doch eher wie ein angepisster Goblin, der sich zu dem Shredding seiner Gitarristen die Stimme heiser brüllt („State Of Aggression“).
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In ihren unmelodischen Momenten schielen LEGACY OF PAYNE dabei hin und wieder in Richtung EXODUS, während sich in den Speed Metal-Ausbrüchen von z.B. „Skull Crusher“ auch mal SLAYER heraushören lassen.
Angesichts solcher Einflüsse ließe sich bei der Band sicher ein wenig Innovationsarmut ankreiden. Aber LEGACY OF PAYNE machen etwaige Anflüge dieser Art durch Spielfreude und Spielwitz wett und klingen bis zum garstigen Keif-Finale „Burn Them Down“ bis in die Haarspitzen motiviert.
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FAZIT: LEGACY OF PAYNEs „Spawn Of Creation“ bietet soliden Thrash Metal, der neben reichlich Gitarrenshredding auch den melodischen Seitenblick nicht vergisst. Dadurch schwingen diese Portugiesen nicht bloß die ganz grobe Kelle, sondern verstehen sich auch darauf, Dynamik in ihre Songs einfließen zu lassen. Unterm Strich solide bis gute Thrash-Metal-Hausmannskost.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 02.02.2026
Flávio Guerra
André Bento
Paulo Marques, Nuno Romero
Alexandre Tirapicos
Maledict Records
37:14
16.04.2025