LES BATARDS DU ROI reisen nach <a href="http://musikreviews.de/reviews/2025/Les-Batards-du-Roi/Les-Chemins-De-LExil/" target="_blank" rel="nofollow">ihrem starken Vorgängeralbum</a> auch auf „Ici meurt ma joie“ ins Reich von Königen und Schurken, wobei die Geschichte eine direkte Fortsetzung der Themen auf „Les Chemins De L'Exil“ bildet.
Hierbei servieren die Franzosen erneut packend komponierten Black Metal mit reichlich Melodien, welche immer eine gewisse Tragik verbreiten. Selbige schließt das Gefühl von Unbehagen und Beklemmung nicht aus, wobei der mittelalterliche Kontext nach wie vor gut zur Musik und zur visuellen Ästhetik der Band passt.
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Alle Stücke dieser EP folgen einem kompakten Spannungsbogen, der sich vom verschleppten Start weg immer dramatischer aufbaut, ohne dass die Musiker in eventuelle Kitsch-Fallen tappen.
Denn zusätzliche Elemente wie Streicher oder Klargesang und cleane Gitarren vermitteln ein Gefühl von Rauheit, vielleicht auch Endgültigkeit in einem mittelalterlichen Setting, das von Dekadenz, Hexenkult und Barbarei erzählt.
Musikalisch markiert jeder der drei Songs ein Kapitel auf dieser Reise, die stringent und wendungsreich komponiert wurde. Der Gastauftritt von GALIBOTs Diffamie in „Et la nuit s'éternise“ bietet sich aufgrund der gemeinsamen Labelheimat natürlich an, ist aber weit mehr als bloßer Pflichterfüllung.
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Beide Stimmen ergänzen sich in ihrem Ausdruck zwischen Verzweiflung und Wut hervorragend und auch die klar gesungenen Anteile unterstreichen die der Musik zugrundeliegende Melancholie bestens.
Diesen Faden greifen die Gitarren zu Beginn von „Où pourri la lumière“ auf, ehe sich der Song zu einem schroffen Stück Black Metal mausert. Das Tempo wird angezogen, die Melodien der Gitarren bleiben aber ein zentrales Thema der Musik. Gleichzeitig wirkt der mehrstimmige Gesang in einigen Momenten düsterer, fatalistischer, was natürlich sehr gut zum Titel des Stücks passt, der übersetzt in etwa ‘Wo das Licht verrottet‘ bedeutet.
Da erzeugen die Gitarren beinahe einen Kontrast, agieren sie doch durchweg melodisch, in einigen Momenten fast heroisch, sodass sich die Songs nicht nur durch ihre stimmige Atmosphäre einige Zeit im Ohr festsetzen.
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FAZIT: LES BATARDS DU ROI halten mit ihrer EP „Ici meurt ma joie“ das Niveau des Vorgängeralbums mit Leichtigkeit und mischen einmal mehr melodischen Black Metal mit einer dichten, rauen Atmosphäre, die eine eventuelle, romantische Anschauung des Mittelalters mit melancholisch-aggressiver Musik kontrastiert.
Punkte: 13/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 20.10.2026
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