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Magnify The Sound: Searching For A Quiet Place – die zweite

Stil: Experimental, Folk, Post-Metal

Cover: Magnify The Sound: Searching For A Quiet Place – die zweite

Nachdem sie mit ihrem <a href="http://musikreviews.de/reviews/2023/Magnify-the-Sound/Dont-Give-Us-That-Face/" target="_blank" rel="nofollow">Debütalbum</a> kein Gesicht haben wollten, suchen MAGNIFY THE SOUND mit ihrem Zweitling nach Ruhe.
Auf „Searching for a quiet place“ verbinden die Musiker die experimentellen Ansätze, die ihr Debüt noch etwas gefühlsarm ausfallen ließen, hingegen schlüssig mit dezenten Post-Metal-Elementen und einer rau-archaischen Stimmung, die sich in den Folk-Elementen stets durch die Musik zieht.
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Instrumente wie Marimba oder Geige lassen Stücke wie das meditativ angehauchte „Within the circles of a siren“ zu ruhigen, aber doch schroffen Instrumentalarbeiten anwachsen, die Bilder von unberührter Natur, unstetem Wetter und der Schönheit in all dem transportieren.
Zugleich fällt das anschließende Finale „You might find a butterfly“ sehr rhythmusorientiert aus. Die Percussions stehen im Vordergrund des Geschehens, während sich die monoton anmutenden Gitarrenteppiche eine Art offene Klangfläche offerieren, die fast tranceartig an- und abschwillt.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 42px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1305693011/size=small/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/track=1770777389/transparent=true/" seamless><a href="https://magnifythesound.bandcamp.com/album/searching-for-a-quiet-place-2">Searching for a quiet place von Magnify The Sound</a></iframe></center></br>

Derweil fällt der Albumeinstieg „Once upon a breath“ eher verhalten und bedacht aus. Struktur, Melodie und Stimmung werden eher angedeutet anstatt einer klar erkennbaren Linie zu folgen. Das sorgt für einen marginalen Anflug von Noise-Feeling, dem in der zweiten Hälfte des Stücks aber erfolgreich entgegengesteuert wird, indem eine klare, anmutige Gesangsstimme in den Vordergrund rückt.
Das Titelstück entwickelt sich nach und nach zu einem cineastisch aufgebauten Klangwerk, das zwischen Klagelied und versöhnlicher Ruhe hin- und herpendelt. Diese Qualität findet sich im weiteren Albumverlauf immer wieder und ist gewissermaßen der rote Faden, der die Stimmung der Musik verbindet.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1305693011/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=4152102348/transparent=true/" seamless><a href="https://magnifythesound.bandcamp.com/album/searching-for-a-quiet-place-2">Searching for a quiet place von Magnify The Sound</a></iframe></center></br>

FAZIT: Mit „Searcing For A Quiet Place“ merzen MAGNIFY THE SOUND das ziellose Songwriting ihres Debüts weitestgehend aus. Zwar klingt die Musik immer noch sehr eklektisch und zeichnet sich maßgeblich durch ruhige, nicht immer klar strukturierte Musik aus. Aber die Stimmung der Musik birgt einen nachvollziehbar archaischen Charakter, der sich hervorragend mit manchem Folk-Anflug verbindet. Dass der ein- oder andere schräge Ton dennoch nicht ausbleibt, zeugt davon, dass die Musiker ihre Wurzeln in improvisierten Klängen dennoch nicht verleugnen.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.04.2026

Tracklist

  1. Once upon a breath
  2. Searching for a quiet place
  3. Lost somewhere else
  4. Guided by bells
  5. Within the circles of a siren
  6. You might find a butterfly

Besetzung

  • Gesang

    Tone Åse

  • Gitarre

    Trond Engum

  • Schlagzeug

    Carl Haakon Waadeland

  • Sonstiges

    Trond Engum (Electronics), Carl Haakon Waadeland (Marimba, Glockenspiel), Sturla Eide (Geige)

Sonstiges

  • Label

    Crispin Glover Records

  • Spieldauer

    34:35

  • Erscheinungsdatum

    27.02.2026

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