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Reviews

Malhkebre: B.A.M.N

Stil: Black Metal

Cover: Malhkebre: B.A.M.N

Die Franzosen MALHKEBRE verstehen ihren Black Metal als Vehikel für Rebellion, Schmerz und Gewalt. Dass „B.A.M.N“ unbequem scheppert, ist derweil jedoch nicht nur der Musik geschuldet, steht der Titel doch für „By Any Means Necessary“ (dt. „Mit allen möglichen Mitteln“), <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/By_any_means_necessary" target="_blank" rel="nofollow">eine Phrase die u.a. Malcom X oder auch Jean-Paul Sartre im Kontext ihres jeweiligen Willens zur philosophischen, bzw. politischen Umwälzung zugeschrieben wird</a>.
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Mit „Choose Your Destiny“ startet das Album verhalten und schleppend. Die gebellten Vocals unterstreichen den propagandistischen Ansatz, den auch das Artwork ausstrahlt, während „I Have A Dream“, zwar Martin Luther King zitiert, aber weniger lebenspositive Energie versprüht.
Die Stimme hetzt in den Strophen unbequem über die melodisch-dissonanten Gitarren hinweg, während stoische Rhythmik die Marschrichtung vorgibt. Ab und an schimmern Einflüsse von MAYHEM in ihrer progressiv-avantgardistischen Phase durch, aber MALHKEBRE zelebrieren ihren Black Metal doch recht eigenständig, wie u.a. der Schleicher „To Those Who Forged Us“ zeigt.
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Melodien, die in manchem Moment aus dem MGLA-Kosmos stammen könnten, bauen auf einem gemächlich-simplen Schlagzeugmotiv auf, während sich der Bass eindringlich durch den Sound nach vorne schiebt und den gebellten Gesang in eine dunkle Atmosphäre taucht. Zur zweiten Hälfte des Stücks zieht das Tempo an und die markanten Gitarrenmelodien münden in ein blastendes Chaos-Finale, das die propagandistische Ästhetik des Albums bedrückend unterstreicht.
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„We Fight And We Protect“ vermittelt eine chaotisch-aufrührerische Stimmung. Das punkige Drumming ergänzt sich derweil sehr stimmig mit dem hektischen Singsprech von E. BerZerK, der im abschließenden „There Are No Safe Spaces“ nochmal eine Schippe mehr Drama in seine Darbietung legt.
Dazu gibt’s marschartiges Drumming, das in verschlepptem Tempo immer tiefer in einen schmutzig anmutenden Black-Metal-Abgrund fällt, der sich vorwiegend aus dem Knurren des Frontmanns und der repetitiv-verschleppten Gitarrenarbeit ergibt.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3040012660/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=2371316111/transparent=true/" seamless><a href="https://malhkebre.bandcamp.com/album/b-a-m-n">B.A.M.N. von MALHKEBRE</a></iframe></center></br>

FAZIT: MALHKEBRE machen es ihren Hörern nicht einfach, denn „B.A.M.N.“ klingt sperrig, unbequem und ist alles andere als leicht zugänglich. Das liegt nicht nur am gebellten Sprechgesang von Frontmann E. BerZerK, sondern auch an den überwiegend stoisch-repetitiven Mustern, denen die jeweiligen Stücke folgen. Der finsteren Atmosphäre ist dieser Umstand aber zuträglich, denn er unterstreicht den offensiv militanten Ansatz, den die Franzosen auch mit dem Artwork zum Ausdruck bringen.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 30.05.2026

Tracklist

  1. Choose Your Destiny
  2. I Have a Dream
  3. You Failed (featuring Meyhnach - Mütiilation)
  4. Falling To Rise
  5. To Those Who Forged Us
  6. We Fight And We Protect
  7. There Are No Safe Spaces

Besetzung

  • Bass

    H. Hyskariioth

  • Gesang

    E. BerZerK

  • Gitarre

    S. Evangelista

  • Schlagzeug

    Shamaanik B.

Sonstiges

  • Label

    Battlesk’rs Productions

  • Spieldauer

    40:52

  • Erscheinungsdatum

    30.04.2026

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