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Maunah: Hjarta

Stil: Heartfelt Nordic Doom

Cover: Maunah: Hjarta

Wenn MAUNAH-Sänger Søren Sol Koldsen-Zederkof im Interview feststellt, "dass das neue Album im Vergleich [zur Demo-EP 'Heimaland'] ein ganz anderes Niveau erreicht", benennt er damit ungewollt das keineswegs von der Hand zu weisende Risiko, dass sich bei einer zumindest teilweise "professionellen" Produktion der rustikale Zauber einer heimischen Bastelarbeit in Wohlgefallen auflöst. Die Dänen haben nämlich für ihr Debütalbum "Hjarta" Bass und Schlagzeug von Tue Madsen in seinem Antfarm Studio aufnehmen und abmischen lassen.

Doch die Sorge, ob die Aufnahmen der Rhythmussektion mit den (weiterhin im Heimstudio realisierten) Gesangs- und Gitarren-Aufnahmen nicht harmonieren, erweist sich als unbegründet: Zwischen der EP "Heimaland" und dem Langspiel-Debüt "Hjarta" liegen atmosphärisch keine Welten und die neuen Akzentuierungen rauben den eigenwilligen Kompositionen nichts von ihrem Zauber.
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Der Musik von MAUNAH wohnt ein starkes meditativ-folkloristisches Element inne, das vor allem beim vielschichtigen Gesang zum Tragen kommt. Exemplarisch sei der Song "Vætna" hervorgehoben, in welchem Søren Sol Koldsen-Zederkof schließlich versöhnlich summt und sich ungewöhnlich nahbar gibt, ohne eine herkömmlichen (Landes-)Sprache zu bemühen.
Dieser ungemein persönliche Ansatz spiegelt sich ebenfalls im Album-Design, für das der Sänger eigene Kunstwerke erschaffen hat, in denen das Menschliche auf ähnliche Weise erkennbar wird wie in der Höhlenmalerei – hier geht es wie in der Musik um universelle Gefühle, die über das Hier und Heute hinausweisen.
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Musikalisch spiegelt sich diese Offenheit in einem Ansatz, der verschiedene Stile so miteinander verbindet, dass manche Metal-Puristen nicht auf ihre Kosten kommen, denn sonderlich hart oder gar brutal tönt "Hjarta" keineswegs, sondern bietet denen, die den Dänen folgen mögen, Heimat – Heimaland?! – in wohliger Dunkelheit, also jenen Gefilden, in denen Bands wie Anathema, In The Woods, Green Carnation oder Solstafir zuhause waren bzw. immer noch sind.
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FAZIT: Warum die Dänen MAUNAH ihre Musik als "Heartfelt Nordic Doom" bezeichnen, erklärt sich beim Hören ihres Debütalbums "Hjarta", mit dem sie Genregrenzen ähnlich transzendieren wie wegweisende Grenzgänger in den Neunzigerjahren: Sie legen vor allem Wert auf Stimmung und künstlerische Freiheit – letztere nutzen sie konsequent und spielen unerhört befreit auf. Ein durch und durch ermutigendes Debütalbum!

Punkte: 13/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 18.09.2026

Tracklist

  1. Heimaland
  2. Solin vaugna
  3. Theinajau
  4. Saivør
  5. Vætna
  6. Hjarta

Besetzung

  • Bass

    Jakob Kiilerich

  • Gesang

    Søren Sol Koldsen-Zederkof

  • Gitarre

    Janus Holst Aaen, Mads Laursen

  • Schlagzeug

    Danny Woe

Sonstiges

  • Label

    Prophecy Productions

  • Spieldauer

    41:18

  • Erscheinungsdatum

    18.09.2026

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