Trotz über 33 Jahren Bandbestehen gehören die Münchner MISSBRAUCH noch nicht zum Punk-Alteisen und zeigen mit „King Ego“, dass bei ihnen immer noch eine Menge Wut im Bauch brodelt.
Dabei teilt die Band u.a. gegen die Blender und Heuchler der modernen Geschäftswelt aus („Bullshit Bingo“) oder prangert in „Kleiner Blockwart“ das grassierende Denunziantentum in unserer Gesellschaft an.
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Die ungeschönt direkt formulierten Texte legen in der halben Stunde Spielzeit den Finger mehr als einmal bewusst in die Wunden der Gesellschaft, wobei die Musik stets direkt und roh auf die Kauleiste haut.
Gleichzeitig gehen Brecher wie „Endstation“ oder tanzbare Ska-Tracks wie „Panta Rhei“ schnell ins Ohr und nisten sich, vielleicht auch wegen des zynischen Untertons im Gesang, einige Zeit im Kopf ein.
Am Ende drückt „Schotten dicht“ das Gaspedal nochmal durch und teilt gegen Fremdenfeindlichkeit und Grenzsicherung im kleinen Stammtischkreis aus.
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FAZIT: Musikalischer MISSBRAUCH ist bei den Münchner Punks auch mit „King Ego“ kein Thema, denn das Album transportiert eine Menge Wut über diverse gesellschaftliche Schieflagen in energischem Punk-Trotz zwischen Pogo-Pit und Rinnstein-Tanz.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 06.10.2026
Abbruch Records
30:38
02.10.2026