Abgesehen vom etwas dumpferen Klang ändern MORRATH auf „Obscure Abominations“ kaum etwas an der musikalischen Ausrichtung ihres <a href="http://musikreviews.de/reviews/2023/Morrath/Centuries-of-Blindness/" target="_blank" rel="nofollow">Debütalbums</a>. Soll heißen: Der Hörer bekommt hier eine dezent technik-affine Death-Metal-Schelle serviert, die immer noch von Bands wie MORBID ANGEL oder SUFFOCATION inspiriert zu sein scheint.
<br><center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/Rza6WOLYVUE?si=15rDd253KHZmjedF" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></center></br>
Damit schielen die todesmetallischen Polen weniger auf ihre heimische Szene, als den Blick über den großen Teich zu richten. Manch kreischendes Gitarrensolo in Stücken wie „Human Eradication“ könnte z.B. auch aus dem IMMOLATION-Fundus stammen, mit denen sich MORRATH auch die düstere Grundstimmung teilen.
Wirkliche Alleinstellungsmerkmale bleiben die Musiker zwar schuldig, aber in Gänze kann „Obscure Abominations“ als knapp halbstündige EP durchaus an das Debütalbum anknüpfen.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3230670536/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=3071948701/transparent=true/" seamless><a href="https://morrath.bandcamp.com/album/obscure-abominations">Obscure Abominations von Morrath</a></iframe></center></br>
Wobei sich die berechtigte Frage stellt, wieso das aktuelle Werk mithilfe der Live-Aufnahmen auf eine ähnliche Spielzeit wie der Vorgänger gestreckt wurde.
Zwar wissen die Songs auch im Kontext der Livemitschnitte zu gefallen (der Sound fängt den Eindruck von geordnetem Live-Chaos gut ein, vor allem der Bass ist eine Wucht), aber auch ohne die drei Konzertteile wäre die EP eine runde Sache. Inwiefern weniger mehr ist, bleibt somit eine Frage des persönlichen Geschmacks.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3230670536/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=2990772315/transparent=true/" seamless><a href="https://morrath.bandcamp.com/album/obscure-abominations">Obscure Abominations von Morrath</a></iframe></center></br>
FAZIT: MORRATH bleiben ihrem technikfreundlichen Gurgel-Death-Metal auch mit „Obscure Abominations“ treu und überzeugen im (Semi-)Kurzformat durch reichlich Biss, der nicht allzu überproduziert klingt. Ob es die Live-Bonustracks wirklich gebraucht hätte, bleibt Sache des Betrachters. Schaden tun sie dem Gesamteindruck der EP aber auf keinen Fall.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 28.03.2026
Mieszko Jankowski
Mateusz 'Ucho' Hertmanowski
Bartek 'Ma?lak' Ma?lakowski
Milosz Maik
Necroscope Blasphemia
28:39
25.02.2026