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Mortgrim: Evangelium Luciferianum

Stil: Black Metal

Cover: Mortgrim: Evangelium Luciferianum

Mit Titeln wie „Majesty of The Morning Star“ oder „Inverted Cross“ macht das Budapester Ein-Mann-Black-Metal-Projekt MORTGRIM keinen Hehl aus seinen satanischen Inhalten und wandelt damit auf klassischen Black-Metal-Pfaden.
Für die Musik gilt das zumindest in Teilen.
Einerseits schneiden sich Stücke wie „Fornir Andar“ unbarmherzig und in klassisch nihilistischer Manier ins Gehör.
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Andererseits sind da auch verschleppte Melodien in der Musik, die z.B. in einem Stück wie „Helel“ marginale Depressive-Black-Metal-Tendenzen aufweisen, die sich auch im Gesang wiederfinden.
Der Sound wirkt roh, aber nicht stumpf, sodass die Melodien von Stücken wie „Eternal Rite“ stets gut zur Geltung kommen, wobei das unartikulierte Geschrei, das einen Teil des Gesangs ausmacht, schmerzlich fremdartig und doch vertraut depressiv wirkt.

Nun sind MORTGRIM sicher keine zweiten LIFELOVER, aber der Einfluss in puncto kruder, tendenziell schräger Melodik auf die Musik von Máté Nagy ist doch herauszuhören.
Was MORTGIM allerdings noch ein Stück weit vermissen lässt, ist ein konsequenter Spannungsbogen. Einzeln für sich genommen sind die Stücke gut gemacht, aber im Verbund wirkt „Evangelium Luciferianum“ doch etwas zusammengewürfelt.
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FAZIT: MORTGRIM besingen den Teufel im religiösen Kontext und sezieren den Niedergang religiöser Dogmen, womit „Evangelium Luciferianum“ klassischen Black-Metal-Stoff verarbeitet. Musikalisch steht Experimentierfreude zwar nicht an erster Stelle, obwohl der Blick in Richtung DSBM immerhin ein Stück weit zu erkennen ist, zumindest innerhalb des eigenen Genres. Was dem Album aber noch fehlt, ist ein konsequent auserzählter Spannungsbogen. Die musikalische Geschichte wirkt ein wenig zusammengewürfelt, bzw. präsentiert einige lose Enden, die nicht miteinander verknüpft werden. Die richtigen Ansätze sind trotzdem vorhanden, also abwarten, was ein nächstes Album bringt…

Punkte: 9/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.11.2026

Tracklist

  1. Majesty of The Morning Star
  2. Helel
  3. Fornir Andar
  4. Dead Tides
  5. Eternal Rite
  6. Inverted Cross
  7. Corpus et Chaos
  8. Rotting Souls
  9. Lament of Goetia

Besetzung

  • Gesang

    Máté Nagy

  • Gitarre

    Máté Nagy

  • Schlagzeug

    Máté Nagy

Sonstiges

  • Label

    Fetzner Death Records

  • Spieldauer

    34:40

  • Erscheinungsdatum

    31.10.2026

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