NA ZAROT besingen auf „Todesverse“ logischerweise das Ableben in diversen Facetten (Was sonst?) und kategorisieren ihren Stil als Raw Black Metal. Garniert wird das Gebräu mit einer scheinbar antifaschistischen Haltung, wodurch die Band sich selbst von schwarz gefärbter Lebensabscheu hin zu Regenbogen-Nihilismus wendet.
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Dass sich das zunächst wie ein Widerspruch liest, könnte vielleicht bewusst von der Musik ablenken, die, Lo-Fi-Kellerproduktion macht’s möglich, sämtlichen Frohsinn negiert und stattdessen mit manch depressiver Note kokettiert.
Was sich auf dem Papier im Grunde nicht verkehrt liest, klingt in der heimischen Anlage aber leider zunehmend anstrengend. Denn zwischen Geschepper und blechernem Hall („Cohn’s Dance“) rauscht die Musik ohne erkennbaren Wiedererkennungswert durch die Ohren.
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Da können schrammelnde Gitarren und verwaschen surrender Sound noch so sehr zum bewusst gewählten Stilmittel auserkoren werden; Wenn die Songs keine Widerhaken besitzen, ist es mit der Langlebigkeit, geschweige denn dem musikalischen Mehrwert, so eine Sache.
Gut, Krebs erzeugen Songs wie „Liquid Cancer“ jetzt nicht auf Anhieb, aber Nihilismus wurde auch schon ansprechender vertont. Gemessen daran, dass ein Albumtitel wie „Todesverse“ zumindest Inhalte aus der DSBM-Schiene suggeriert, seien hier mal LIFELOVER oder auch Leidensgenossen jüngeren Datums wie die Belgier SILVER KNIFE als reifere Alternativen genannt.
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FAZIT: NA ZAROTs „Todesverse“ schmeicheln dem Hörer kaum mit Wohlklang, denn die Musik scheppert arg roh und unsauber aus den Boxen, während sich die Stimme in schmerzverzerrtem Hall ergeht. Ob die bewusste Erwähnung der antifaschistischen Haltung der Musiker dahingehend ein Trick ist, um über fehlende Musikalität hinwegzutäuschen, oder ob beides Hand in Hand geht und NA ZAROT sich selbst bewusst jegliche Ästhetik absprechen, ist eine berechtigte Frage…
Punkte: 5/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 24.05.2026
My Proud Mountain
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30.01.2026