Die Norweger NATAS nehmen mit ihrem Zweitwerk „Mara“ den Spirit des klassischen Black Metal ihrer Heimat auf und bieten eisige Riffs bei rohem Sound, der stellenweise von Bands wie TAAKE, aber auch frühen DARKTHRONE inspiriert scheint.
Mit ersteren teilen sich die Musiker außerdem eine räudig-punkige Atmosphäre, gehen jedoch nicht so weit in Richtung Kauzigkeit wie zuweilen Fenriz und Nocturno Culto.
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Stücke wie „Svart Messe“ wirken mit Hilfe von pathetischem Klargesang, zwar ähnlich verschroben, wie das erwähnte Duo auf Alben wie „F.O.A.D“ agiert, jedoch fußt die Musik von NATAS unverkennbar in frostverliebter Black-Metal-Misanthropie.
Mit „Dying Sun“ oder dem Sechsminüter „Mitt Skript“ lassen es die Herren aber auch langsamer angehen und streuen ein gewisses Maß an Epik in ihren Sound ein, ohne dass die Räudigkeit flöten geht.
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Gleiches gilt für den Kauz-Faktor, der mit Hilfe von mehrstimmigem Klagesang bedacht wird.
Das Konzept, einen längeren, episch angelegten Song auf einen kurzen, knackigen Haudrauf-Track folgen zu lassen, zieht sich mehr oder weniger stringent durch das Album und macht den Spannungsbogen zwar nicht unbedingt unvorhersehbar, aber doch soweit interessant, dass unterm Strich von einem gelungenen Album die Rede sein kann.
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FAZIT: NATAS agieren auf „Mara“ bisweilen kauzig und marginal verschroben, halten aber an der klassischen Tradition des misanthropischen Norwegen-Black-Metals fest. Das klingt roh, Punk-affin und dreckig und bietet kurzweiligen Hörspaß.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 09.04.2026
ØKS
Helvett, Djafull
Grøtt
Ollis
Dusktone Records
35:11
18.11.2025