Die Hamburger Nachteulen holen zu einem weiteren Schlag aus und sprechen gleich mal Gottes Präsenz ab. Dass „Godisnowhere“ dementsprechend wie die Vertonung einer nahenden Apokalypse wirkt, passt gut ins Bild.
Der angestrengt Noise-affine Hardcore Punk von NIGHT PUNCH wirkt kantig, dröhnt bisweilen bewusst lärmend aus den Boxen und hält sich nicht mit der ein- oder anderen Filmreferenz in Richtung südkoreanischer Schocker zurück („Oh Dae Su“ etwa ist die Hauptfigur im entsprechenden Streifen <a href="https://youtu.be/iM19DAN_Ui8?si=wYS2UH8c2mcyfEWw" target="_blank" rel="nofollow">'Oldboy'</a>).
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Eine Parallele zu derartigen Filmen ist die nihilistische Wut, die in beiden Kunstformen mitschwingt. Was der Film an visuellem Ekel und Gewalt zur Schau stellt, packen NIGHT PUNCH in unerbittlich hämmernden Hardcore Punk, der in seiner Ästhetik bisweilen auch in Richtung Crust und Black Metal schielt, ohne derartige Soundelemente abzukupfern.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 42px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4200538813/size=small/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/track=1586668486/transparent=true/" seamless><a href="https://itselevenrecords.bandcamp.com/album/godisnowhere">Godisnowhere von Night Punch</a></iframe></center></br>
Die Wut der Musiker ist jederzeit zu spüren und der rohe und unpolierte Sound hämmert einem Bilder von aufgebrachten Straßenbanden, die des Nachts ihrer Wut freien Lauf lassen, unaufhaltsam in den Kopf.
Die Lo-Fi-Attitüde behalten NIGHT PUNCH derweil bei, was die chaotische Ästhetik von „Godisnowhere“ passend untermauert.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4200538813/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=952109659/transparent=true/" seamless><a href="https://itselevenrecords.bandcamp.com/album/godisnowhere">Godisnowhere von Night Punch</a></iframe></center></br>
FAZIT: NIGHT PUNCHs Gottesabschwörung bietet einmal mehr kompromisslosen Hardcore Punk, der Aggression, Verachtung und Nihilismus in kantige Wutmusik verpackt. „Godisnowhere“ ist dementsprechend wohl auch weniger ein plakativer Titel als eine existenzialistische Feststellung. Gott ist tot! Es lebe NIGHT PUNCH.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 23.04.2026
It’s Eleven Records
14:00
27.02.2026