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Reviews

Noise Raid: Eclipse

Stil: Instrumental Post-Metal, Stoner Rock

Cover: Noise Raid: Eclipse

NOISE RAID legen mit „Eclipse“ ihr zweites Album vor und wie sollte es bei rein instrumentalem (Post-)Rock, der diverse Seitenblicke in andere Genres wagt, sein?
LONG DISTANCE CALLING lugen an allen Ecken und Enden als Inspiration für die Münchner hervor.
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So könnte ein Stück wie das Finale „Staring Into The Infinity Of The Abyss“ auch gut aus der „How Do We Want To Live?“-Session stammen. Mit „Hundred Miles High“ startet „Eclipse“ dagegen reichlich energisch, wartet mit knackigen Grooves und einer einprägsamen Melodie von Gitarre und Bass auf, die am Ende in Fuzz-Gefilde abdriftet und die rasante Seite der Band gleich zu Beginn des Albums andeutet.
„Leucotomy“ dagegen klingt bedachter. Die Melodien suggerieren Melancholie und Behäbigkeit, während sich der Gitarrenton zunehmend in düstere Gefilde verschiebt, ehe „Lahar“ mit Stoner Rock-Einflüssen flirtet und unversehens locker groovt.
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Der sanfte Beginn von „Hibernation“ täuscht im Anschluss Ambient-Stimmung vor, ehe sich das Stück zu einer flippigen, groovebetonten Achterbahnfahrt der Gefühle entwickelt. Die Gitarren transportieren einen dezent orientalischen Vibe, während das Schlagzeug mit vielfältigen Figuren mehr und mehr in den Vordergrund rückt.
„Delir“ dagegen gefällt mit fast punkiger Energie und zieht das Tempo an, ehe „Broken Arrow“ ein dynamisch-komplexes Instrumentenpingpong abgibt. Bass, Gitarre und Schlagzeug spielen sich die Leitrolle immer wieder gekonnt zu, ohne dass eine Komponente die andere ausstechen würde, was für ein anhaltendes Gefühl von Kurzweil sorgt.
„Aneurysm“ unternimmt einen kurzen Ausflug in proggige Gefilde, in denen sich besonders der Bass und die Gitarren hervorragend ergänzen, ehe „Staring Into The Infinity Of The Abyss“ mit sphärischen Sounds und sanft ansteigenden Instrumentalmotiven einen versöhnlichen Abschluss abgibt.
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FAZIT: NOISE RAIDs „Eclipse“ bietet über weite Strecken unvorhersehbare Instrumentalmusik, die im groben Grenzbereich zwischen Post- und Stoner-Rock umherwandert, nicht ohne die ein oder andere metallische Legierung zu scheuen. Dass die Musik zugleich durch allerlei Wendungen gefällt und dennoch eine konsistente Stimmung erzeugt, sorgt für zusätzliche Langzeitwirkung.

Punkte: 12/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 21.05.2026

Tracklist

  1. Hundred Miles High
  2. Leucotomy
  3. Lahar
  4. Hibernation
  5. Delir
  6. Broken Arrow
  7. Aneurysm
  8. Staring Into The Infinity Of The Abyss

Besetzung

  • Bass

    Claudius Schmitt

  • Gitarre

    Lilith Gloßner, Andreas Kirchermeier

  • Schlagzeug

    Etienne Llau

  • Sonstiges

    Lilith Gloßner (DAW), Andreas Kirchermeier (Regenmacher)

Sonstiges

  • Label

    Eigenproduktion

  • Spieldauer

    40:58

  • Erscheinungsdatum

    17.04.2026

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