Mit einer Spielzeit von unter einer halben Stunde suggeriert der Albumtitel „Worship Files For Anthropophagolagnia Predators“ nihilistischen Black Metal wie er im Buche steht. Und tatsächlich pfeifen NORTHERN KRIG auch auf jedweden Anflug von Mystik oder Schöngeistigkeit.
Der Sound scheppert roh, die Gitarren sägen sich verwaschen durch die hallenden Drums und auch das Keifen der beiden Frontfiguren Morfran und Køldbrynger könnte genretypischer kaum sein.
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Diese rohe, ungezügelte Herangehensweise besitzt aber ihren Charme und ist einerseits bewusst gewählt, andererseits vielleicht auch dem DIY-Anspruch der Band geschuldet, die alle musikalische Arbeit selbst übernommen hat.
Da dem Album keine Texte beiliegen, lässt sich nur mutmaßen, dass hier, angesichts des Albumtitels und des garstigen Sounds, eher keine Loblieder auf die Schönheit des Lebens abgesondert werden. Stattdessen zeugen Titel wie „Torment and Sexual Annihilation“ durchaus von einer gewissen Perversion, die aber zum Black Metal eben in irgendeiner Form dazugehört.
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FAZIT: NORTHERN KRIG überzeugen auf „Worship Files For Anthropophagolagnia Predators“ durch eine Paradevorstellung von klassischem Black-Metal-Hass zwischen Lebensverdruss und aggressivem Nihilismus. Dementsprechend wird hier keinesfalls im Hochglanzformat musiziert, sondern es darf an viel Ecken scheppern.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 03.03.2026
Miasma
Morfran, Køldbrynger
Morfran, Miasma
Maikon Q
Icelandic Fire Records
28:54
15.02.2026