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Novembre: Words Of Indigo – die zweite

Stil: Progressive-, Death- und Doom-Metal, Post-Rock

Cover: Novembre: Words Of Indigo – die zweite

NOVEMBRE suhlen sich auf „Words Of Indigo“ in melancholischer Tristesse irgendwo zwischen KATATONIA und OPETH. Vor allem die Gitarrenarbeit kann sich hören lassen, fängt sie doch jene Tragik ein, die bisweilen in den finnischen Landen in Musik gegossen wird.
Progressive Songstrukturen treffen auf Melodien, die den Hörer einlullen und ihn u.a. in „House Of Rain“ in eine Art Trance entführen. Was nicht zuletzt an der fantastischen Stimme von Gastsängerin Ann-Marie Edvardsen liegt.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3717696101/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2905368100/transparent=true/" seamless><a href="https://peaceville.bandcamp.com/album/words-of-indigo">Words Of Indigo von Novembre</a></iframe></center></br>

Damit sind wir beim Knackpunkt von „Words Of Indigo“ angelangt. Denn der Gesang von Carmelo Orlando schwankt zwar zwischen dunklen Growls und warm-melodischem Timbre, allerdings überzeugt der Mann leider in keiner der beiden Disziplinen vollends.
Wo die Musik bisweilen phantasievoll verspielt ausfällt (etwa in diversen Solo-Parts der Gitarristen oder des Keyboards), gerät der Gesang in Stücken wie „Brontide“ seltsam eindimensional.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 42px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3717696101/size=small/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/track=2264753313/transparent=true/" seamless><a href="https://peaceville.bandcamp.com/album/words-of-indigo">Words Of Indigo von Novembre</a></iframe></center></br>

Zwar haftet dem Klargesang des Mannes eine meditative Tragik an, die in einem Stück wie „Post Poetic“ durch stimmungsvolle Kühle gefällt, aber diese Momente ergeben sich zuvorderst immer aus dem Zusammenspiel von Stimme und Gitarrenmelodien.
Ohne die melodischen Feinheiten der Saitenfraktion bzw. des Keyboards näselt Carmelo Orlandos Stimme (die marginal an Ville Valo erinnert) stellenweise dünn und wenig einfallsreich vor sich hin. Dennoch entschädigt die Musik durch fantasievolles Songwriting zwischen verspielter Progressivität und Doom-Melancholie.
<br><center><iframe style="border: 0; width: 350px; height: 350px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3717696101/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/minimal=true/track=3607558631/transparent=true/" seamless><a href="https://peaceville.bandcamp.com/album/words-of-indigo">Words Of Indigo von Novembre</a></iframe></center></br>

FAZIT: NOVEMBREs „Words Of Indigo“ gefällt mit spannend arrangierten Songs, die Progressivität mit alltagstauglicher Tristesse verbinden. Dass Carmelo Orlandos Gesang dennoch die Krux des Albums darstellt, schmälert den Gesamteindruck des Albums jedoch stärker als es anfangs scheint. Dennoch ist den Italienern hier ein einigermaßen stimmiges Genre-Werk gelungen, das nicht allzu sehr aus dem Rahmen fällt, weder nach oben, noch nach unten.

Punkte: 8/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 09.02.2026

Tracklist

  1. Sun Magenta
  2. Statua
  3. Neptunian Hearts
  4. House Of Rain
  5. Brontide
  6. Intervallo
  7. Your Holocene
  8. Chiesa Dell`alba
  9. Ipernotte
  10. Post Poetic
  11. Onde

Besetzung

  • Bass

    Fabio Fraschini

  • Gesang

    Carmelo Orlando, Ann-Marie Edvardsen

  • Gitarre

    Alessio Erriu, Federico Albanese

  • Keys

    Carmelo Orlando, Dan Swäno

  • Schlagzeug

    Yuri Croscenko

Sonstiges

  • Label

    Peaceville Records

  • Spieldauer

    63:37

  • Erscheinungsdatum

    07.11.2025

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