NUMEN aus dem Baskenland legen mit „Erre“ ihr erstes Album seit sieben Jahren vor und zeigen, dass sie auch anno 2026 Black-Metal-Raserei mit mystischem Natur-Feeling zustande bringen.
Dabei klingen die Stücke oftmals aggressiv, das Keifen aller Beteiligten scheint aus vereisten Untiefen empor zu schnellen und die instrumentale Herangehensweise erinnert bisweilen an eine Mischung aus MARDUKscher Geschwindigkeitsliebe und manch folkloristischem Geist, der für das mystische Gefühl der Songs zuständig ist.
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Ein Besonderheit ist hierbei, dass die Musiker ihre Texte in baskischer Sprache verfassen und sich damit ein gewisses Alleinstellungsmerkmal vorbehalten.
Hinzu kommt in Stücken wie „Errautsen azken arnasa“ eine akustische Komponente, die gerade in Kombination mit den hysterischen Schrei-Momenten, bisweilen an eine vertonte Hexenverbrennungs-Szenerie gemahnt.
Es gibt wahrlich weniger Black-Metal-affine Assoziationen.
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Zwischendurch sorgen auch die immer wieder eingeflochtenen akustischen Gitarrenparts für Atmosphäre und manchen Kontrast, der sich aus der überwiegenden Hektik der Stücke ergibt.
Dass der Gesang zu keiner Zeit an Hysterie verliert, sorgt für einen stetigen Zuwachs an Wahnsinn, der sich mit jedem Stück weiter zu überschlagen scheint.
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FAZIT: NUMENs „Erre“ verbindet die Mystik des Black Metal mit der hysterisch rasenden Seite des Genres. Ein kleiner Schuss Folklore sorgt derweil für eine düstere Atmosphäre, wobei sich die verschiedenen Elemente des Albums niemals im Weg stehen, sondern ein stimmiges Ganzes abgeben.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 16.06.2026
Lander
Aritz, Eöl, Isabel Kirze Otxandiano
Jabo, Iñigo Zubizarreta
Eöl
Sistre
Lander (Alboka)
Les Acteurs de L’Ombre Productions
36:56
12.06.2026