Portugals ON THE LOOSE legen mit „Path To Serenity“ ihr drittes Album in drei Jahren vor. Eine Schlagzahl, die entgegen ihrer entschleunigten Doom-Metal-Passion, durchaus ein gewisses Tempo birgt. Musikalisch dagegen lassen die Melodien und Harmonien von z.B. dem Titeltrack eine sakral inspirierte Stimmung erkennen, die speziell von der Tendenz gen Klagelied in der Gitarrenarbeit herrührt.
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Zugleich birgt der Gesang von Rick Thor ein dunkles Vibrato, das manche Referenz an klassischen Heavy Metal aufblitzen lässt, wenngleich die allen Stücken zugrundeliegende Melancholie auch ein markantes Element des Gesangs ist.
Stücke wie „Soulless Destruction“ werden derweil von einer sakralen Stimmung getragen, die u.a. von theatralischen Männerchören im Hintergrund herrührt.
So manche winzige Referenz an das kämpferische Pathos alter MANOWAR blitzt eher aus dem Hintergrund hervor, aber ON THE LOOSE lassen sich auch nicht nur von offensichtlichen Hochklasse-Referenzbands wie SORCERER, CANDLEMASS oder PARADISE LOST inspirieren.
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Wobei speziell Erstgenannte Pate in Sachen Atmosphäre gestanden haben könnten. Denn „Path To Serenity“ umschleicht eine ähnlich mystische Aura wie z.B. ein Album wie „In The Shadow Of The Inverted Cross“ versprüht.
Allerdings entziehen sich ON THE LOOSE weitestgehend offensichtlich treffenden Vergleichen mit anderen Bands, indem sie ihren Songs stets einen markigen, bisweilen auch leicht verschrobenen Charakter verpassen, wofür die Band Pluspunkte in Sachen Eigenständigkeit einheimst.
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FAZIT: ON THE LOOSE vertonen die Schwere und Tragik der Doom-Metal-Herbstmusik in klassischer Genremanier, bewahren sich dabei aber eine eigenständige Note, die sich wirklich treffenden Vergleichen entzieht. Kernelemente des Sounds sowie der zugehörigen Inhalte bleiben emotionale Schwere, Tragik und die Suche nach Erlösung, womit zumindest einige Grundpfeiler des Doom Metal in klassischer Manier abgedeckt werden.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 30.04.2026
Toni Gagaita
Rick Thor, Gianni Pontillo
Marco Marouco
Diogo Simões
João Pedro Ventura
Eigenproduktion
50:41
02.11.2025