Der deutsch-britische Singer-Songwriter PAUL HOLLAND legt mit „Sunflower“ sein Debüt vor, das inhaltlich um vertraute Themen wie zwischenmenschliche Beziehungen, Sehnsüchte und Ängste kreist. Musikalisch verbindet HOLLAND dabei charmante 70er-Jahre-Vibes, Westcost Feel mit Indie-Rock und einer warmen Portion Folk.
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Dabei steht die Stimme und deren Erzählungen stets im Mittelpunkt – hier wurde eindeutig mehr Wert auf Aussage, Authentizität und Emotion als auf feinpolierte Produktion gelegt. So enthalten „marie“ und „take me as you think i’ll be“ ihre Magie allein durch die Stimme(n) und Gitarre - mehr braucht der als Straßenmusiker geübte Künstler nicht, um seine Geschichte gefühlvoll zu erzählen.
„sunflower“ beginnt ebenfalls akustisch-zurückhaltend, entfaltet im weiteren Verlauf jedoch eine sanft poppige Note. „love gone wild“ präsentiert sich angenehm indie-rockig, während „turning tides“ pure 70er Soul-Nostalgie ins heimische Wohnzimmer holt – inklusive der beinahe greifbaren Vorstellung eines Sonnenuntergangs über dem weiten Meer. Mit „june“, einer weiteren, lediglich von Stimme und Gitarre getragenen Nummer, findet dieses Album der leisen Töne schließlich einen stimmigen Abschluss – ein Werk, das vor allem von der ruhigen und emotionalen Stimmung lebt.
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FAZIT: Mit „Sunflower“ gelingt PAUL HOLLAND ein angenehm unaufgeregtes Debüt, das weniger durch große musikalische Gesten als vielmehr durch ehrliche Emotionen und erzählerische Nähe überzeugt. Zwischen Folk-Wärme, Indie-Rock und nostalgischem 70er-Soul entfalten die Songs ihre stille Wirkung vor allem über HOLLANDs eindringliche Stimme, die jedem Stück eine persönliche Note verleiht. Ein Album für ruhige Momente, das seine Stärke in der Schlichtheit findet.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.06.2026
Jonas Kybelka
Paul Holland, Jonas Kybelka, Ralv Milberg, Matthias Katzmaier, Raja Weiler
Paul Holland, Matthias Katzmaier
Marcel Melucci
popup-records
34:19
22.05.2026