PIA UNITED servieren mit „Peng!“ ihr zweites Debüt, bzw. ihr erstes Vollalbum mit Eigenkompositionen. Dabei schielt der Deutschpunk der Fürstenwalder Truppe immer noch mit einem Auge gen NDW und ist auch um marginal schlagereske Mitsingtauglichkeit nicht verlegen.
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Gleichzeitig spielen Stücke wie „Relovution“ bewusst mit Ironie, ohne dass sich die Punkrockwurzeln komplett hinter Mitsingtauglichkeit verstecken würden („Zuckerpuppe“).
Das Cover von PHILLIP BOA & THE VOODOOCLUBs „Container Love“ entwickelt nach dem etwas gewöhnungsbedürftig schrägen Gesangseinstieg durchaus Ohrwurmqualitäten, ehe die B-Seite mit dem Titelstück „Peng!“ gleichsam stumpf wie energisch die Ellenbogen ausfährt.
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„Heute mal radikal“ spielt mit einem markanten Bassmotiv, präsentiert den Kuschel-Punk der Band aber reichlich Pogo-affin, ehe sich der „Rouladenanbrennsong“ herrlich absurd aber eingängig und ausgeflippt gibt.
„Was ist Punkrock“ beantwortet ebendiese Frage mit spritziger Energie und einer gewissen naiv-energischen Haltung, die Punk als Ausdruck von Rebellentum zumindest in Betracht zieht.
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Gleichzeitig wirken PIA UNITED eben zu jeder Zeit nett und sympathisch, sodass die erwähnte Gefahr des Genres hier eher mit der Lupe gesucht werden muss.
„Risse in der Wand“ schlägt am Ende ernstere Töne an und behandelt Themen wie Existenzängste, aber auch die Eigeninitiative zu einem Neuanfang und setzt damit einen nachdenklichen, aber keineswegs schwarzmalerischen Schlusspunkt.
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FAZIT: PIA UNITEDs „Peng!“ ist zwar nicht unbedingt die klanggewordene Punkrockexplosion, aber dennoch ist ein gewisser frech-rotziger Ansatz in der Musik vorhanden. Die Themen der Texte schwanken zwischen Ernst und Spaß und bleiben damit dem Genre-Standard treu, wobei sich die Band ihren markanten Sound bewahrt und sowas wie Schlager-Punk to go abliefert.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 09.01.2026
Smith & Miller Records
40:19
21.11.2025