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Primal Warfare: After the Flames

Stil: Thrash Metal

Cover: Primal Warfare: After the Flames

Nein, PRIMAL WARFARE sind kein Side-Project der Griechen SUICIDAL ANGELS, auch wenn Sängerin Joana Pais bisweilen recht ähnlich heiser keift wie Nick Melissourgos. Aber die stimmliche Ähnlichkeit ist nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen beiden Bands. Denn „After the Flames“ bietet relativ klassisch gespielten Thrash Metal, wodurch mindestens eine weitere Parallele auf der Hand liegt.

Allerdings wärmen diese Portugiesen nicht bloß alte Kost auf, wenngleich Innovation wohl kaum als zweiter Bandname in Frage kommt. Aber in dem, was sie bieten, agieren die Musiker sattelfest. Die Riffs wirken gewissermaßen kantig, das markante Bassspiel drückt allen Stücken seinen Stempel auf, wodurch sich eine gewisse Grundwärme im Soundbild ergibt. Textlich geht’s um Widerstandskampf, innere und äußere Konflikte und den Wert dessen, etwas zu haben, für das es sich zu kämpfen lohnt.
Das reicht wohl kaum für einen Literaturpreis, aber es trifft den gesellschaftlichen Zeitgeist recht gut auf den Kopf. Insofern ergänzen sich das kraftvoll groovende Soundbild und die Texte ganz gut. Zwischendurch wissen die Gitarristen durch elegant eingeflochtene Soli auf sich aufmerksam zu machen (u.a. in „Panic Attack“), womit sie doch für ein paar Farbtupfer sorgen.
Als stärkster Moment stellt sich nach einigen Durchläufen der eröffnende Titeltrack heraus und das nicht nur, weil hier auch mal Blastbeats zum Einsatz kommen, sondern weil die Ästhetik und die Struktur geschmackvoll und latent punkig daherkommen. Damit suggeriert die Band einen Anflug von Rohheit, der ihr gut steht, nach hinten raus aber leider zunehmend in den Hintergrund rückt.
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FAZIT: PRIMAL WARFAREs „After the Flame“ pflügt den Thrash Metal zwar nicht zwingend um, aber als kurzweilige Energiespritze zwischen Technikanspruch und Grooves, die in die Bauchgegend treten, ist dieses erste Lebenszeichen dieser Griechen durchaus gelungen.

Punkte: 10/15

Erschienen auf www.musikreviews.de am 17.04.2026

Tracklist

  1. After the Flames
  2. Echoes from Hell
  3. From Hero to Zero
  4. Panic Attack
  5. War

Besetzung

  • Bass

    Fernando Narciso

  • Gesang

    Joana Pais

  • Gitarre

    Diogo Silva, Gabriel Antunes

  • Schlagzeug

    Oles Pisarenko

Sonstiges

  • Label

    Firecum Records

  • Spieldauer

    19:36

  • Erscheinungsdatum

    13.04.2026

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