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Queen: Queen II (1974) – 2026 Vinyl-Mix

Stil: Rock, Bombast, Kult

Cover: Queen: Queen II (1974) – 2026 Vinyl-Mix

<b>„Mein Gott, wir waren so ungeduldige Jungs!“</b> (Freddie Mercury im Jahr 1974 zu „Queen II“)

Am 8. März feierte ein Album seinen königinnenlichen 52. Geburtstag, das der Musik-Legende mit dem damals noch monarchisch anmaßenden Namen QUEEN seinen ersten ernsthaften Hit bescherte, welcher zugleich Startschuss für eine unglaubliche Bandgeschichte war: das gesungene „Seven Seas Of Rhye“, der letzte Song auf „QUEEN II“. Mit etwas Verspätung – eigentlich hätte ja zum halbjahrhundertigen Geburtstag eine dermaßen opulente Neuauflage noch besser gepasst, gibt’s nun nach <a href="http://www.musikreviews.de/reviews/2024/Queen/Queen-I--2024-Mix/" target="_blank" rel="nofollow">dem ersten neu gemixten QUEEN-Album</a> die 'Brand New Mixes From The Multi-Track Masters' dieses Albums nachgereicht, das auch klangtechnisch als „II (1974) – 2026 Vinyl-Mix“ einen richtig guten Eindruck hinterlässt.
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Nun gut, diese Verspätung von „II (1974) – 2026 Vinyl-Mix“ ist durchaus verständlich, denn auch die riesigen 2024er-Mixe des ersten OUEEN-Albums hatten sich verspätet. Das macht sie keinesfalls schlechter, sondern hebt vielleicht sogar deren Wert, da die noch lebenden QUEEN-Mitglieder eben nicht auf 'Teufel komm raus' unbedingt entsprechende Anniversary-Editionen veröffentlich(t)en, sondern sich genügend Zeit dafür ließen, damit vor allem die Qualität rundum stimmig ist. Gleiches gilt nun auch für QUEENs „II – 2026 Vinyl-Mix“

Wer allerdings selbst 35 Jahre nach FREDDIE MERCURYs Tod noch immer nicht genug von QUEEN bekommen kann, der wird wohl auf die fulminante „Collectors Edition“ (5 CDs + 2 LPs), welche alle 2026er-Mixe sowie seltene, bislang unveröffentlichte Sessions, BBC-Aufnahmen und Live-Material enthält, zurückgreifen. Ein Box-Set, das zudem ein 112-seitiges Booklet mit bisher unveröffentlichten Fotos, handgeschriebenen Songtexten, Tagebucheinträgen, besonderen Erinnerungsstücken und den Erinnerungen der Bandmitglieder an das Schreiben und Aufnehmen des Albums „QUEEN II“ beinhaltet.
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Bekanntlich gibt es unter vielen QUEEN-Fans parallel dazu auch Fans, die neben QUEEN genauso die GUNS 'N ROSES und damit deren Frontmann Axl Rose mögen – und besagter Sänger hat eine ganz klare Meinung zu diesem Album: „Bei Queen habe ich meinen Favoriten: 'Queen II'. Immer wenn ihr neuestes Album herauskam und all diese anderen Arten von Musik enthielt, mochte ich anfangs nur dieses oder jenes Lied. Aber nach einiger Zeit des Hörens öffnete es meinen Geist für so viele verschiedene Stile. Das ist etwas, das ich schon immer erreichen wollte.“
Alles klar!
Weniger klar dagegen ist, warum QUEEN ihrem zweiten Album eine Abgrenzung verpassen, indem die LP-A-Seite als die weiße (auf der auch die „White Queen“ auftaucht) und die B-Seite als die schwarze Seite (wo wiederum „The March Of The Black Queen“ vertreten ist) stigmatisiert wird. Gerade weil QUEEN dieses Album als ein Konzept-Album verstanden, in dem die Stücke nicht nur schon während des Fade-outs ineinander übergehen, sondern sich um die Probleme des menschlichen Miteinanders drehen. Nun gut – in dieser Beziehung gibt es schließlich immer Sonnen- und Schattenseiten, die musikalisch besonders durch das ausgiebige Schwelgen in orchestral anmutenden Gitarren-Sounds eines BRIAN MAY und herrliche Satzgesänge zum Ausdruck kommen, wobei beispielsweise der Einstieg mit „Father And Son“ sogar ein paar Erinnerungen an LED ZEPPELIN weckt.
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Mit diesem großartig klingenden neuem Mix kommt jedenfalls jegliches noch so kleine musikalische Detail vollumfänglich auf der Vinyl-Ausgabe zum Ausdruck und die Stereo-Qualität haut einen vor einer hochwertigen Anlage glattweg vom Hocker.

Auch ist die Bedeutung gerade dieses Albums für QUEEN außergewöhnlich wichtig. Denn der erste Hit, die von Mercury gesungene Version von „Seven Seas Of Rhye“, die noch auf dem ersten Album als Mercury-Komposition nur ein kurzes Instrumental war, katapultierte die damals noch junge, aber trotzdem schon selbstbewusste Band sogar bis mitten in die „Top Of The Pops“, weswegen Mercury gleich seinen Job als Verkäufer hinschmiss und sich voll und ganz auf die Musik der Majestäten konzentrierte.
Selbst BRIAN MAY kam zu der unumstößlichen Erkenntnis: „Da haben wir wirklich angefangen, Musik so zu machen, wie wir es wollten, statt so, wie wir gedrängt wurden, sie aufzunehmen.“
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Bestes Beispiel für diese Aussage ist nicht etwa der 'Hit', sondern das mehr als grandiose „The March Of The Black Queen“, ein echt unverkennbarer Vorläufer der „Bohemian Rhapsody“.
So behält May auch mit seiner Aussage: „Wir hatten das Verlangen, etwas Außergewöhnliches zu erschaffen. Und das haben wir!“, ein für allemal recht.

Würde man die komplette Diskographie der QUEEN-Alben durchhören, wäre auffällig, dass „Queen II“ das lauteste und härteste der britischen Kultrocker ist. Nach dem ersten und zweiten Album befanden sich QUEEN noch immer auf der Suche, wohin ihre königinnenliche Reise gehen würde. Deshalb tendierte ihr zweites Album recht deutlich hin in Richtung symphonischen Hardrock.
Was danach kam, dient heutzutage nur noch zur Legendenbildung – und das aus gutem Grund. QUEEN sind unsterblich – und das hört man offensichtlich bereits auf deren zweitem Album.
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FAZIT: Nach QUEEN I gibt’s nun QUEEN II als soundtechnisch umwerfenden 2026er-Vinyl-Mix, der aus klanglicher Sicht alle Maßstäbe sprengt, die man von einer LP erwarten kann oder darf. Natürlich stimmt auch das ganze Drum und Dran – begonnen vom originalen Gatefold-Cover aus dem Ursprungsjahr 1974 bis hin zu dem Mix des Multi-Track-Masters. Oder um es mit Roger Taylors Worten auszudrücken: „Bei 'Queen II' konnte ich kaum glauben, wie viel Arbeit wir hineingesteckt haben. Ich glaube, wir hatten das Gefühl, unseren eigenen Sound weiterzuentwickeln. Wir trieben dabei diese Art von Multitracking voran, indem wir eine großartige Palette effektvoll einsetzten und sogar massive Choreffekte erzielten, obwohl wir gerade mal drei Sänger waren.“ QUEENs „II (1974) – 2026 Vinyl-Mix“ verzaubert nicht nur mit großartiger Musik, sondern auch mit großartigem Klang.

Erschienen auf www.musikreviews.de am 13.04.2026

Tracklist

  1. <b>Seite A = White Side =</b>
  2. Procession
  3. Father To Son
  4. White Queen (As It Began)
  5. Some Day One Day
  6. The Loser In The End
  7. <b>Seite B = Black Side =</b>
  8. Ogre Battle
  9. The Fairy Feller's Master-Stroke
  10. Nevermore
  11. The March Of The Black Queen
  12. Funny How Love Is
  13. Seven Seas Of Rhye

Besetzung

  • Bass

    John Deacon

  • Gesang

    Freddie Mercury, Roger Meddows-Taylor, Brian May

  • Gitarre

    Brian May, John Deacon

  • Keys

    Freddie Mercury, Brian May

  • Schlagzeug

    Roger Meddows-Taylor

  • Sonstiges

    Brian May (Glocken), Roy Thomas Baker (Kastagnetten)

Sonstiges

  • Label

    Universal Music Group/Sony Music

  • Spieldauer

    38:36

  • Erscheinungsdatum

    27.03.2026

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