ROMEOs Erstling „Deja Vu Letters“ bringt Rock’n’Roll mit einem kräftigen Einschlag von Spät-70er- und frühem-80er-Sound in die heimischen vier Wände. Wie bei dieser Art von Musik kaum anders zu erwarten, liegt der Fokus klar auf eingängigen Hooks; lange Anläufe bis zum Refrain gibt es hier nicht. Die Streaming-Dienste dürften das goutieren – und die Hörer erst recht. So überzeugen Refrains gleichermaßen im poppigen „Italian Guy“ wie in der stampfenden Rocknummer „Frankfurt Lights“.
<br><center> <iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/vpAif_Pwfm4?si=zbjpx981wg3l1P9q" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe> </center></br>
Mit „True Confessions“ dürfen die Gitarren dann auch mal Richtung Funk schielen und im feuchtfröhlichen Verbund mit dem Tieftöner tanzbare Akzente setzen. Dass der dazugehörige Refrain quasi postwendend die Einladung zum kollektiven Mitgrölen ausspricht, versteht sich von selbst – diesmal besonders urinstinktfreundlich mit „Na-Na-Na“-Rufen garniert.
Uns so werden wir weiter durch ein knackig-kurzes, gerade mal halbstündiges Programm gepeitscht, das die Brücke zwischen rotziger Rock-Attitüde und absolut radiotauglichem Hookline-Handwerk geschickt schlägt.
<br><center> <iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/olcx7Fxp8VY?si=vNBOg_xDQyNzCx4y" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe> </center></br>
Auch „I Need To Know“ fackelt nicht lange und bringt das Album auf den Punkt: Hier darf die Sechssaiter-Fraktion erneut den dicken Rock-Riff aus dem Ärmel schütteln. Angetrieben von einer nach vorne peitschenden Rhythmusfraktion und veredelt durch einen hörbar bestens gelaunten Frontmann, wird so der Party-Faktor vollends ausgelebt. Zum Abschluss setzt „Decadent Man“ den Gute-Laune-Vibe mit tatkräftiger Unterstützung einer exzellent aufgelegten Bläser-Sektion in Szene. Ein Rausschmeißer nach Maß.
<br><center> <iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/gT_eQT7QpL8?si=tiLfuOIh1ahXfTdW" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe> </center></br>
FAZIT: ROMEO liefern mit „Deja Vu Letters“ eine kurzweilige Halbstunde ab, die gar nicht erst versucht, das Rad neu zu erfinden. Stattdessen gibt es schnörkellosen Rock mit Spät-70er-Schlagseite und eingängigen Refrains, die ohne Umwege ins Ohr gehen. Vom funkigen Basslauf über kernige Riffs bis zum Bläser-Finale stimmen hier Handwerk und Spaßfaktor. Unterm Strich ein unkompliziertes, gut gelauntes Album, das ohne Durchhänger direkt auf den Punkt kommt.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 10.06.2026
Rudy Bendani., Nico Ferricioni
Max Colliva, Lena McFrison, Privi
Max Colliva, Andrea Zanolli
El Xicano
Luke Cocchieri
Filippo Tramontana (Bläser), The Venezuela Boys (Bläser)
Street Symphonies Records
31:46
29.05.2026