‚Samstags Antisocial, Sonntags krank im Bett‘ singen die Rendsburger Oi!-Punks von SCHNOIZER in „Samstag Antisocial“, womit sie ihren Fokus klar umreißen. Kaltes Bier, laute Musik und vielleicht auch noch die Lust am Pogo-Tanz bestimmen die Inhalte der Texte, wobei sich ebenso klar gegen Nazi-Skins abgegrenzt wird („Raus aus unseren Reihen“).
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Zwischen „Hafenromantik“ und Thekenpoesie („Durst“) bleibt dabei immer noch Platz für süffisanten Humor, wobei sich die Band in puncto Inhalt selbst nie zu ernst nimmt.
Für die Musik gilt derweil das Gegenteil: So simpel-krachig die Stücke bisweilen aus den Boxen krachen, so sehr kristallisieren sich Herz und Haltung in den Songs heraus.
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Denn Stücke wie „Nachbarschaft“ oder „Büro ist Krieg“ sind kein stumpfes Geprügel um des musikalischen Rabaukentums willen. Vielmehr wirkt „Ich will hier raus!“ wie ehrliche Krach-Musik für Alltagsflüchtlinge, die zwischen offensiver Szenezugehörigkeit und geregeltem Wochenablauf ihren Kopf behalten müssen. Punk-Katharsis, sozusagen.
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FAZIT: SCHNOIZERs „Ich will hier raus!“ bietet rauen Oi!-Charme, der sich zwischen Wochenend-Pogo und Alltagstristesse positioniert. Dabei malen die simplen Mitgröl-Hymnen wohl kaum schwarz, sondern liefern herzhaftes Feier-Potenzial in ungeschöntem Punk-Klang.
Punkte: 10/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 29.08.2026
Smith and Miller Records
26:34
07.08.2026