SUGAR HORSE haben sich im Vergleich zum <a href="http://musikreviews.de/reviews/2024/Sugar-Horse/The-Grand-Scheme-Of-Things/" target="_blank" rel="nofollow">Vorgänger</a> weiterentwickelt. Die Momente erzwunger Behäbigkeit gehören der Vergangenheit an. Stattdessen pendelt „Not A Sound in Heaven“ spannungsgeladen zwischen Doom Metal und Shoegaze umher, wobei diese Schlagworte nicht in voller Gänze zutreffen, sondern lediglich den Rahmen der Musik eingrenzen.
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Der zentral platzierte Zehnminüter „History’s Biggest T-Shirts“ zeigt die klangliche Bandbreite der Band eindrucksvoll. Nachdenklicher Shoegaze und verhalten hallende Gesänge treffen auf aufrüttelnden Post-Rock. Noise-affines Geschrei leitet in surrende Synthesizer über und doch wirkt die Musik jederzeit in sich schlüssig und folgt einem interessanten Spannungsbogen.
Auf der Suche nach Referenzen taucht eine Band wie ULVER in Sachen Stimmung und Klangästhetik als möglicher Pate auf. Verfolgen die Norweger doch einen ähnlich avantgardistischen Ansatz an ihre Musik.
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SUGAR HORSE agieren allerdings wesentlich riffbetonter als ihre norwegischen Kumpanen. Das hat zur Folge, dass u.a. der Titeltrack, obwohl behäbig und verschleppt arrangiert, deutliche Tendenzen gen Post-Rock, inklusive Orchester-Drama, aufweist und damit eine Art Tanz zwischen Licht und Schatten vertont.
„Company Town“ dreht dann den Bass auf Anschlag. Post-Punk trifft auf dröhnenden Noise-Rock, wobei der Gesang erstaunlich ätherisch daherkommt und die Kontraste innerhalb des Stücks verstärkt.
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Das Finale „You Can’t Say Dallas Doesn’t Love You“ exerziert schließlich Post-Metal-Schwere in klassischer Manier und reibt dem Hörer das klangliche Leid unnachgiebig in die Ohren. Hinzu kommen Elemente aus Industrial und Noise-Rock, die den musikalischen Würgegriff immer enger werden lassen, ehe die Stimmung kippt und das Album mit Blues-affiner Wärme ausklingt.
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FAZIT: SUGAR HORSE klingen auf „Not A Sound In Heaven“ nach wie vor sperrig und verschränken diverse Genres auf (un)bequeme Art und Weise. Gleichzeitig lassen die Stücke Raum für Entwicklung, was dem Auf und Ab zwischen Noise-Rock, Post-Rock und klanglicher Avantgarde einen geschärften Charakter verleiht, der den Engländern gut zu Gesicht steht und der Musik eine Menge Potenzial zur Langlebigkeit verleiht.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 05.06.2026
Chris Howarth
Ash Tubb
Jake Healy, Ash Tubb
Jake Healy
Martin Savage
Fat Dracula Records
42:07
10.04.2026