Der norwegische Underdog SWORN hat sich über die Jahre hinweg zu einem respektablen Vertreter der Black-Metal-Szene gemausert, wobei der gewählte Stil nie wirklich zur Diskussion stand. So steht auch „Null Crowned The Infinite“ in direkter Kontinuität zum Vorgängeralbum und, weiter zurückgedacht, in einer Linie mit schwedischen Szene-Vertretern wie NAGLFAR.
Der opulente zwölfminütige Opener ‚The Starless Origin‘ bildet dabei zusammen mit dem ebenfalls in Überlänge konzipierten Rausschmeißer-Track ‚Circle Of The Eternal‘ fast die Hälfte der kompletten Spielzeit, was bedeutet, dass sich die restlichen vier Nummern des nach wie vor in Eigenregie veröffentlichten Albums im Durchschnitt dem „kompakteren“ Format annähern.
An einem Longtrack indes kann man sich schwer verheben. Dankenswerterweise zeigt ‚The Starless Origin‘ einen strukturierten, nachvollziehbaren Aufbau, wobei eine sphärische, stampfende erste Hälfte und eine von variablem Melodie-Gewitter geprägte zweite Hälfte von einer recht ansprechenden Solo-Partie zusammengehalten werden. Trotz seiner Länge ist dieser Song ein guter Opener, da er die Trademarks der Band in ihrer Gänze sowie ihr kompositorisches Können eindrucksvoll zur Schau stellt.
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Wer das Eröffnungsstück nicht für einen aussagekräftigen Ersteindruck zugrunde legt, hat vielleicht die vorab veröffentlichten Songs gehört. Während der Titeltrack sich ein bisschen für den AOP-Roaster bewirbt, bekannte Dynamiken aus Akustik- und E-Gitarren ins Spiel bringt sowie mit tollen Zwillingsmelodien glänzt, punktet ‚The Entropic Void‘ mit steigerungsfähigen, vielschichtigen Arrangements und hervorstechenden Drum-Figuren.
Ansonsten sind die garstige Anlage eines ‚Fractured Of Aeons‘, der dreckige, verwaschene Gitarrensound insbesondere im Intro von ‚A Cosmic Storm‘ sowie der vermehrte Keyboard-Einsatz des bereits erwähnten ‚Circle Of The Eternal‘, das mehr als andere Tracks von seiner Atmosphäre lebt, hervorzuheben. Auf der Gegenseite keift der Sänger erwartungsgemäß hasserfüllt, hat jedoch in Sachen Varianz auch nichts dazugelernt.
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FAZIT: Mit „Null Crowned The Infinite” haben die Norweger von SWORN ein solides Genre-Album kreiert, was Melodic-Black-Metal-Fans auf der Wishlist platzieren sollten. In puncto Sound-Design, Songwriting und Melodieführung ist dieses Release zwar in jedem Fall konkurrenzfähig, als besonders mutig kann man die oft gehörten, vorhersehbaren Motive hingegen nicht bezeichnen.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 13.09.2026
Christoffer Kjoersvik
Max Wilson
Goeran Hope, Christoffer Kjoersvik
Christoffer Kjoersvik
Tom Ian Klungland
Eigenproduktion
44:00
04.09.2026